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    Tiere an gekauften emersen Wasserpflanzen

    Umgang mit Begleitfauna bei Topfware

    Wir bei Aquasabi beziehen unsere Wasserpflanzen aus renommierten Gärtnereien wie Tropica, Dennerle und Anubias. Die meiste Topfware wird von diesen Gärtnereien emers kultiviert, also nicht unter, sondern über Wasser in großen Gewächshäusern. Um bei diesen Pflanzen eine Ungefährlichkeit für Garnelen und empfindliche Fische im Aquarium zu gewährleisten, kommen bei der Pflanzenzucht keine Insektizide zum Einsatz. Dies kann allerdings in Einzelfällen dazu führen, dass kleine Tiere wie Insekten, Spinnen oder Landschnecken als blinde Passagiere an den Aquarienpflanzen anhaften. In der Regel ist dies aber kein Problem für die Pflanzen und Tiere im Aquarium, in das die neu erworbenen Wasserpflanzen eingesetzt werden. Die meisten mit emersen Pflanzen eingeschleppten Tiere sind unter Wasser nicht überlebensfähig und sterben dort ab. Viele Fische freuen sich außerdem über diese Lebendfuttergabe.
    Einige dieser Tierchen sind Pflanzenschädlinge und können an emersen Pflanzen zum Beispiel Löcher in den Blättern oder verkrüppelte Triebe verursachen. Aber auch dies hat für die Qualität der verschickten Aquarienpflanzen keinerlei Nachteile. Zum einen sortieren wir schadhafte Pflanzen vor dem Versand aus. Zum anderen können solche Tiere nicht unter Wasser weiterleben, und selbst wenn die Pflanzen leichte Schäden zeigen sollten, wirkt sich dies nicht auf ihr weiteres Wachstum im Aquarium aus.

    Im Folgenden listen wir nun typische blinde Passagiere an emersen Pflanzen auf, welche aber wie gesagt absolut ungefährlich für den Einsatz unter Wasser im Aquarium sind. Werden die erworbenen Wasserpflanzen jedoch weiter in ihrem emersen Zustand gehalten, sollte man versuchen, etwaige Schädlinge zu entfernen oder zu bekämpfen. Vorsicht geboten ist daher in aquaristischen Setups wie Wabi-Kusa, bei einem Dry Start, in Paludarien oder Aquaterrarien.

    Häufige Tiere an emersen Pflanzen

    Blattläuse

    Blattlaus

    Dies sind nur wenige Millimeter große Insekten, zu denen viele verschiedene Gattungen und Arten zählen. Blattläuse werden als Unterordnung Aphidoidea zusammengefasst und sind z.B. mit den Schildläusen verwandt. Sie haben einen rundlichen, weichen, je nach Art unterschiedlich gefärbten Körper (oft grün oder schwärzlich), sechs dünne Beine, zwei lange Fühler und einen Saugrüssel, mit dem sie eine Wirtspflanze anstechen und sich vom Saft aus dem sogenannten Siebteil (Phloem) der Leitbündel ernähren. Die Blattläuse sitzen meist still auf den Pflanzen und bewegen sich bei Störung eher langsam fort. Meistens sind sie ungeflügelt, doch besonders bei Überbevölkerung treten auch geflügelte Tiere auf, die zu neuen Nahrungsquellen fliegen können. Pflanzen mit starkem Blattlausbefall haben oft verkrüppelte junge Blätter und Triebspitzen. An den Pflanzen und nahen Gegenständen klebt dann auch Honigtau, eine zuckerhaltige Ausscheidung der Blattläuse.

    Blattläuse bilden sowohl eierlegende als auch lebendgebärende Generationen, und durch die letzteren können sie sich rasant vermehren. Unter Wasser sind Blattläuse nicht überlebensfähig und werden aufgrund ihrer geringen Größe gerne von Fischen gefressen. Ein Sonderfall ist die Seerosenblattlaus (Rhopalosiphum nymphaeae), die oft Schwimmblätter und sogar an der Oberfläche flutende Unterwasserpflanzen befällt und dadurch in Aquarien lästig werden kann. Mit ihrem wasserabweisenden Körper kann sie sich gut auf der Wasseroberfläche fortbewegen. Seerosenblattläuse lassen sich durch Abkeschern bzw. Entfernen aller Pflanzenteile von der Wasseroberfläche bekämpfen.

    Thripse

    Thripse

    Urheber des Bildes: Alton N. Sparks, Jr., University of Georgia, Bugwood.org Quellen-Link - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY 3.0.

    Dies sind winzige Insekten, auch als Fransenflügler, Blasenfüße oder Gewitterfliegen bekannt. Sie bilden eine Insekten-Verwandtschaftsgruppe (Ordnung Thysanoptera) mit vielen Gattungen und Arten. Es sind nur wenige Millimeter große, längliche Tierchen mit spitz zulaufendem Hinterleib. Oft sind sie bräunlich oder grau gefärbt mit schwarz-weißen Querstrichen. Bis auf einige flügellose Arten haben sie Flügel, sind aber kaum flugaktiv. Die Tiere flüchten häufig durch Wegspringen. Die meisten Thripse saugen an Pflanzen, und einige Arten sind Schädlinge in Gärtnereien. Sie saugen einzelne Pflanzenzellen aus, dadurch entstehen auf den Blättern silbrig-grau gesprenkelte Stellen mit schwarzen Pünktchen (Kottröpfchen).

    Thripse an emersen Aquarienpflanzen stellen kein Problem dar, wenn diese unter Wasser gepflanzt werden. Genau wie Blattläuse können Thripse unter Wasser nicht überleben und stellen für die Aquarienbewohner eine kleine Lebendfuttergabe dar.

    Spinnmilben

    Spinnmilben

    Urheber des Bildes: Paramecium - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

    Diese winzig kleinen, weniger als 1 mm messenden Tierchen bilden die Familie Tetranychidae innerhalb der Milben (Acari), sind also weitläufige Verwandte der Spinnen. Wie diese haben Spinnmilben acht Beine. Sie zählen mehr als tausend Arten. Typisch ist ihre mehr oder weniger birnenartige Form. Ihre Körperfarbe ist je nach Art verschieden; rötliche Arten wie die Gemeine Spinnmilbe, Tetranychus urticae, werden umgangssprachlich auch "Rote Spinne" genannt. Diese Milben ernähren sich von Pflanzensaft, indem sie einzelne Pflanzenzellen anstechen und aussaugen. Zu ihrem Schutz spinnen sie besonders auf den Blattunterseiten und Stängeln feine Netze, in denen sie herumkrabbeln.
    Spinnmilben vermehren sich besonders stark bei trockener Luft und viel Wärme. Sie verursachen ähnlich wie Thripse silbrige Sprenkelungen auf den Blättern. Bei starkem Befall vertrocknen diese und sterben ab. Im Unterschied zum Thripsbefall sind aber keine schwarzen Pünktchen (Kottröpfchen) auf den Blättern zu sehen, auch spinnen Thripse keine Netze.

    Auch Spinnmilben sind unter Wasser nicht lebensfähig. Es stellt also kein Problem dar, wenn sie auf emersen Aquarienpflanzen sitzen, soweit diese unter Wasser gepflanzt werden.

    Springschwänze

    Springschwanz

    Springschwänze (Collembola) sind eine Klasse der Sechsfüßer (Hexapoda) und daher Verwandte der Insekten. Diese 0,1 bis 17 mm langen Tierchen zählen Tausende von Arten und leben je nach Art zum Beispiel im Humus feuchter Böden, auf verrottenden Pflanzen, Baumrinden und Wasseroberflächen. Viele Arten fressen organische Abfälle und sind daher sehr wichtig für die Humusbildung, aber auch Pilze, Pollen, Algen oder Mikroorganismen können als Nahrung dienen. Springschwänze sind als Fossilien in etwa 400 Millionen Jahre alten Schichten gefunden worden und damit eine der ältesten Landtiergruppen überhaupt.
    Springschwänze sind flügellos und haben ihren Namen nach der typischen sogenannten Sprunggabel auf der Hinterleibs-Unterseite. Mit dieser können sie sich bei Störung um ein Vielfaches ihrer Körperlänge wegkatapultieren. Viele Arten sind länglich, die sogenannten Kugelspringer haben hingegen eine rundliche Körperform.

    Bei emersen Aquarienpflanzen können manchmal Springschwänze auf dem feuchten Steinwolle-Substrat sitzen. Im Aquarium sitzen sie dann mit ihrem wasserabweisenden Körper auf der Wasseroberfläche und können dort lange überleben, solange sie nicht als Lebendfutter von Fischen verspeist werden (Springschwänze werden sogar als Futtertiere gezüchtet). Da sie sich von abgestorbenen Pflanzenresten ernähren und sowieso unter Wasser nicht leben können, sind sie für die Wasserpflanzen und Aquarienbewohner völlig unschädlich.
    Nicht selten sieht man auf Aquarien-Wasseroberflächen auch winzige Kugelspringer (wahrscheinlich eine Sminthurides-Art) umherhüpfen, die dort ständig leben und sich vermehren. Auch solche Springschwänze sind für die Aquarienflora und -fauna völlig unbedenklich.

    Spinnen

    Spinne

    Die "echten" Spinnen (Webspinnen, Ordnung Araneae) sind unter anderem an ihren vier Beinpaaren zu erkennen, so wie auch andere Gruppen der Klasse Spinnentiere, z.B. Skorpione, Milben und Weberknechte. Typisch für Webspinnen ist außerdem der ungegliederte, deutlich abgesetzte Hinterleib, der nur durch einen dünnen Stiel mit dem Vorderkörper verbunden ist. Spinnen leben räuberisch und bauen meist Fangnetze, es gibt aber auch Arten, die ihre Beute ohne Netz jagen. Spinnen sind praktisch weltweit in einer riesigen Vielfalt vertreten, mit Tausenden von Gattungen und Arten.
    Manchmal sitzen an emersen Wasserpflanzen kleine Spinnen, die aber kein Problem für die Aquarienpflanzen und -tiere darstellen, weil sie unter Wasser nicht überleben können. Sie werden eventuell von größeren Fischen verspeist. Auch für den Menschen sind diese Tierchen ungefährlich. Auf Blättern von emersen Aquarienpflanzen und auch an den Plastik-Gittertöpfen kleben manchmal die flachen Kokons (Gespinsthüllen mit Eiern) einer kleinen Spinnenart, die wir nicht näher bestimmen können (siehe Foto unten). Man kann sie leicht von den Blättern entfernen.
    Die bereits beschriebenen winzigen Spinnmilben könnten für Spinnen gehalten werden, weil sie ebenfalls acht Beine haben und feine Netze weben. Bei Milben ist aber der Hinterleib nicht deutlich vom Vorderkörper abgesetzt.

    Spinnenkokon

    Tiere, die man an emersen Aquarienpflanzen findet, sollten nicht im Freien ausgesetzt werden, weil es sich um nicht-heimische Arten handeln kann. Dies trifft auch auf Spinnen und ihre Kokons zu.

    Nacktschnecken

    Nacktschnecke

    In seltenen Fällen können mit emersen Aquarienpflanzen kleine, graue bis bräunliche Nacktschnecken als blinde Passagiere aus den Wasserpflanzen-Gärtnereien mitreisen. Es handelt sich wahrscheinlich meist um sogenannte Ackerschnecken aus der Gattung Deroceras. Sie können als Pflanzenfresser in Gärtnereien schädlich werden, ernähren sich aber auch von organischen Abfällen, Algenbelägen, Pilzen und Ähnlichem. Mit ihrer Raspelzunge (Radula) schaben sie Löcher in Blätter.

    Frasssschäden von Nacktschnecken

    Nacktschneckenbefall ist auch an glänzenden Schleimspuren auf den Pflanzen erkennbar. Solche Nacktschnecken sind Land-Lungenschnecken (Stylommatophora) mit zurückgebildetem Gehäuse. Dieses wurde bei den Nacktschnecken-Vorfahren im Lauf der Evolution immer kleiner und vom Mantel überwachsen, und die inneren Organe haben sich in den Kopf-Fuß-Teil des Körpers verlagert. Von Land-Nacktschnecken gibt es viele Arten in unterschiedlicher Länge, Form, Farbe und Zeichnung. Zwar können einige wie die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) große Schäden an Gartenpflanzen anrichten, doch das ist bei den allermeisten Arten nicht der Fall. Auch Nacktschnecken sind ein wichtiger Bestandteil der Ökosysteme.
    Sollten einmal Nacktschnecken an emersen Wasserpflanzen gefunden werden, stellt dies kein Problem dar, wenn die Pflanzen ins Aquarium gesetzt werden. Diese Schnecken sind Lungenatmer und unter Wasser nicht lebensfähig. Sie werden eventuell von größeren, räuberischen Aquarienfischen gefressen. So wie allgemein alle Tiere, die man an emersen Aquarienpflanzen findet, sollten Nacktschnecken nicht im Freien ausgesetzt werden, unter anderem weil es sich um nicht-heimische Arten handeln könnte.

    Regenwurm-artige Ringelwürmer

    Regenwurm

    In seltenen Fällen stecken im Steinwolle- oder Kokosfaser-Substrat von emersen Aquarienpflanzen Würmer, die wie die allseits bekannten Regenwürmer aussehen. Welche Arten es genau sind, können wir nicht angeben, sie gehören aber zu den Wenigborster-Ringelwürmern (Ordnung Oligochaeta) im Tierstamm Ringelwürmer (Annelida). Nicht nur die Regenwürmer (Familie Lumbricidae) zählen zu den Wenigborstern, sondern auch viele andere Gruppen, z.B. Enchyträen, Schlammröhrenwürmer (Tubifex) und Glanzwürmer (Lumbriculus), die vielen Aquarianern als Futtertiere bekannt sind. Typisch für solche Würmer ist der segmentierte Körper, in der vorderen Hälfte oft mit einer Verdickung, dem Gürtel (Clitellum), der bei der Fortpflanzung eine Rolle spielt. Der Kopf ist meist kaum als solcher erkennbar, so dass man eventuell Vorder- und Hinterende verwechseln kann. An den Körperseiten sitzen Borsten, die meist kurz und unauffällig sind. Oft sind die Tiere rötlich gefärbt, weil ihr Blut Hämoglobin enthält. Sie bewegen sich meistens durch Zusammenziehen und Strecken des Körpers fort.
    Viele Wenigborster-Ringelwürmer leben Regenwurm-typisch im Boden und sind für die Ökosysteme und die Bodenfruchtbarkeit von immenser Bedeutung, weil sie als Destruenten tote organische Substanz abbauen und den Boden lockern und durchmischen. Wieder andere leben im nassen Boden von Ufern und zeitweise oder ständig im Wasser, wie die schon erwähnten Schlammröhren- und Glanzwürmer oder die Regenwurm-Art Eiseniella tetraedra.
    Es gibt aber auch winzige aquatische Wenigborster, die kaum wie Regenwürmer aussehen. Diese stellen wir in einem anderen Artikel vor.
    Ob Regenwurm-artige Wenigborster an gekauften Wasserpflanzen im Aquarium überleben, hängt von der jeweiligen Art und ihrer Lebensweise ab, allerdings sind die Arten schwer zu bestimmen. Auch landlebende Ringelwürmer können in sauerstoffreichem Wasser längere Zeit aushalten, solange sie nicht von Aquarienbewohnern erbeutet werden. Doch auch wenn es aquatische Ringelwürmer sein sollten, die sich im Aquarien-Bodengrund verkriechen, braucht man sich keine Sorgen um die Pflanzen und Tiere im Aquarium machen.
    Auch an emersen Aquarienpflanzen gefundene Wenigborster-Ringelwürmer sollten nicht im Freien ausgesetzt werden, weil es sich um nicht-heimische Arten handeln könnte.

    Mottenschildläuse oder Weiße Fliegen

    Diese Insekten saugen Pflanzensaft wie auch die verwandten Blatt- und Schildläuse. Von Mottenschildläusen (Überfamilie Aleyrodoidea) gibt es ungefähr 1500 Arten, vor allem in den warmen Gebieten der Erde. Eine Anzahl von Arten ist nach Europa eingeschleppt worden, und besonders die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes vaporariorum) ist ein gefürchteter Pflanzenschädling in Gärtnereien.
    Die erwachsenen Tiere erinnern an winzige weiße Motten. Sie sind etwa 1,5 m lang; der ganze Körper einschließlich der Flügel ist von einer weißen, mehligen, wasserabweisenden Wachsausscheidung bedeckt. Bei Störung schwirren die Tiere kurz herum und setzen sich bald wieder hin. Sie legen Eier auf die Blattunterseiten von Pflanzen. Aus diesen schlüpfen Larven, die einen sehr flachen Körper ohne Flügel ähnlich Schildläusen haben. Von Mottenschildläusen befallene Blätter werden fleckig und gelb; bei starkem Befall vertrocknen sie und fallen ab. Zusätzlich klebt Honigtau an den Pflanzen, der durch Rußtaupilze oft schwärzlich wird.

    Sollten einmal "Weiße Fliegen" aus den Wasserpflanzengärtnereien auf emersen Pflanzen als blinde Passagiere mitreisen, sind auch sie für die Aquarienpflanzen und -tiere unschädlich; im Wasser ertrinken sie bzw. werden eventuell gefressen. Sind die Pflanzen nicht allzu stark geschädigt, wachsen sie im Aquarium problemlos weiter. Mottenschildläuse können aber in Emers-Setups lästig werden. Zur Bekämpfung siehe einschlägige Literatur.

    Weiße Fliege

    Urheber des Bildes: Gaucho~commonswiki - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

    Schmier- oder Wollläuse

    Schmierlaus

    Urheber des Bildes: D-Kuru - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY-SA 3.0 AT.

    Auch diese Pflanzensaft saugenden Insekten finden sich manchmal an emersen Wasserpflanzen. Schmierläuse zählen zu den Schildläusen (Überfamilie Coccoidea) und bilden mit rund 1000 Arten eine eigene Familie (Pseudococcidae). Sie kommen überwiegend in warmen Regionen der Erde vor, und verschiedene Arten sind Schädlinge an Zimmerpflanzen sowie in Gartenbau und Landwirtschaft.
    Die Weibchen haben einen sehr flachen, flügellosen Körper und sitzen meist unbeweglich auf den Pflanzen. Wenn sie überhaupt laufen, dann sehr langsam. Sie verlassen ihren Sitzplatz gar nicht mehr, wenn sie sich erst einmal auf der Pflanze festgesaugt haben. Die Männchen sehen völlig anders aus, sind kleiner und haben Flügel.
    Besonders die Schmierlaus-Weibchen sind mit auffälligen weißen, wasserabweisenden Wachs-Ausscheidungen bedeckt, die haarig (darum auch "Wollläuse") oder mehlig aussehen und sich schmierig anfühlen. So wie Blattläuse scheiden Schmierläuse klebrigen, zuckerhaltigen Honigtau aus, der oft von schwärzlichen Rußtau-Pilzen besiedelt wird.

    Auch Schmierläuse stellen im Aquarium kein Problem dar, weil sie unter Wasser absterben. Möchte man Aquarienpflanzen aber emers kultivieren, können diese Pflanzensauger lästig werden. Zum Beispiel werden emerse Echinodoren leicht von Schmierläusen befallen, die dann an den jüngsten Blättern in der Mitte der Blattrosette und in den Achseln der Blütenstands-Quirle sitzen. In einschlägiger Literatur werden verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten aufgeführt, auch biologische Methoden.

    Raupen

    Raupe

    Schmetterlingsraupe des Kohlweißlings nebst Kotballen (rechts).

    Auch kleine Raupen können manchmal an emersen Aquarienpflanzen sitzen und an diesen fressen. Raupen sind zunächst die typischen Larven von Schmetterlingen (Insekten-Ordnung Lepidoptera), aber auch einige andere Insektengruppen wie die Pflanzenwespen haben raupenartige Larven. Schmetterlingsraupen haben einen mehr oder weniger walzenförmigen Körper, der in 14 Segmente gegliedert ist. Der Kopf hat einen festen Chitinpanzer (die Kopfkapsel), der Rumpf ist weichhäutig. Am Vorderkörper sitzen sechs kleine sogenannte Brustbeine, die spitz zulaufen. An den folgenden Segmenten befinden sich breite, kurze Bauchbeine, meist mit saugnapfartiger "Sohle". Am Hinterende sind zwei besonders kräftige, breite Beinchen, Nachschieber genannt.
    Die meisten Schmetterlingsarten haben pflanzenfressende Raupen, die oft auf bestimmte Pflanzenarten, -gattungen oder -familien spezialisiert sind. Raupen des Kohlweißlings etwa fressen an Kreuzblütengewächsen und dürften kaum an Aquarienpflanzen auftauchen (das Foto oben dient nur als Beispiel für eine Schmetterlingsraupe). Verschiedene Raupen bilden Spinnfäden bzw. Gespinste. Sie fressen Blätter meist vom Rand her an, während Schnecken oft Löcher in die Blätter raspeln. Man kann Raupenbefall auch an kleinen Kotballen erkennen, die am Boden oder auf Pflanzenteilen liegen oder in den Gespinsten hängenbleiben. Im Unterschied zu Landschnecken hinterlassen Raupen keine Schleimspuren.

    Auch Raupen stellen keine Gefahr für Aquarientiere und submerse Pflanzen dar. Unter Wasser ersticken sie bzw. werden eventuell von größeren Fischen oder anderen Tieren gefressen. Zwar gibt es Ausnahmen wie den Seerosenzünsler (Elophila nymphaeata) mit unter Wasser lebenden Raupen, aber diese dürften sich wohl kaum in Aquarien verirren. Von Raupen angefressene, nicht allzu stark geschädigte Pflanzen können sich unter guten Wuchsbedingungen wieder erholen und problemlos unter Wasser weiterwachsen.

    "Pickel" auf Blättern von Hygrophila

    Pickel an einer Hygrophila

    Speziell auf emers gewachsenen Blättern von Hygrophila-Pflanzen kommen manchmal seltsame kleine Pusteln vor. Man könnte vermuten, dass es sich hierbei um Schadbilder oder Eigelege von kleinen Tierchen handelt, zum Beispiel Gallmilben. Wir können aber keinerlei Tierbefall nachweisen; es handelt sich offenbar um Gewebewucherungen (Kallus) ohne erkennbare Ursache. Möglicherweise treten solche "Pickel" bei Hygrophila unter bestimmten Kulturbedingungen auf.
    Es besteht also keine Gefahr von Schädlingsbefall oder -übertragung. Diese Wucherungen mögen zwar unschön sein, sind jedoch für den normalen Einsatz der Pflanze im Aquarium völlig irrelevant. Unter Wasser entwickelt die Pflanze normale submerse Blätter ohne "Pickel".

    Im Wasser lebende Kleintiere an Aquarienpflanzen

    Mit neuen Wasserpflanzen kann man sich manchmal auch kleine aquatische Tiere ins Aquarium einschleppen, die dort weiterleben und sich teilweise auch vermehren können, etwa Wasserschnecken und deren Gelege, diverse "Würmer", Süßwasserpolypen oder Muschelkrebschen. Normalerweise ist dies bei submers gewachsenen Pflanzen der Fall, doch auch bei emers gezogener Topfware lässt es sich nicht ganz ausschließen. Solche Wassertierchen können sowohl direkt aus den Gärtnereien als auch aus den Hälterungsanlagen der Verkäufer stammen, zumal in Ladengeschäften normalerweise auch alle emers gelieferten Aquarienpflanzen unter Wasser in Verkaufsbecken gehältert werden. Allein bei Ware aus In-vitro-Kultur sind garantiert keine Tiere an den Pflanzen oder der Verpackung, da diese Pflanzen unter sterilen Laborbedingungen produziert werden und in ihren geschlossenen Kulturbehältern in den Handel kommen.
    Wassertiere, die man nicht absichtlich eingesetzt hat, können nicht nur mit Pflanzen, sondern z.B. auch mit neu erworbenen Fischen und anderen Tieren, Lebendfuttergaben oder Dekorationsmaterial ins Becken gelangt sein. Viele Aquarienbesitzer möchten das "Ungeziefer" dann schnell wieder los werden, doch nicht alle dieser Tierchen sind schädlich für die Aquarienpfleglinge; viele kann man als harmlose, sogar interessante Mitbewohner betrachten. Tipps zur Unterscheidung, Vermeidung und ggf. Bekämpfung ungewollter Begleitfauna findest du in unserem Artikel "Schädlinge im Aquarium".