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    Die lokale Bekämpfung von Algen

    Die Einnebelmethode

    In diesem Beitrag stellen wir Euch vor, wie man bestimmte Algenarten gezielt bekämpfen kann. Hierbei geht es weniger darum, ein Aquarium komplett mit einem Anti-Algenmittel zu behandeln, sondern vereinzeltes Algenaufkommen lokal zu behandeln.

    5ml Spritze

    Dazu ist eine handelsübliche 5 ml- Einmalspritze nötig, sowie Easy Carbo von Easylife oder Wasserstoffperoxid.

    Allgemeine Vorgehensweise

    Das Verfahren sieht vor, dass man lokal vorhandene Algen gezielt mit einem Anti-Algenmittel behandelt. Dazu werden die betroffenen Stellen im Aquarium mit der entsprechenden Flüssigkeit unter Wasser "eingenebelt". Diese Möglichkeit der Bekämpfung ist daher auch als die "Einnebelmethode" bekannt. Hierbei zieht man eine auf das Aquarienvolumen abgestimmte Portion des Bekämpfungsmittels in die Spritze auf. Übersteigt die berechnete Portion den Spritzeninhalt, wird diese natürlich auf entsprechend mehrfache Spritzenladungen aufgeteilt. Damit das Mittel für einige Zeit wirksam bleibt, muss die Wasserströmung im Aquarium möglichst gering sein. Daher werden Filter oder Pumpen vor der Behandlung abgestellt. Dann verteilt man die Spritzenladung unter Wasser direkt an den mit Algen befallenen Stellen im Aquarium. Man sollte peinlichst genau darauf achten, dabei möglichst keine Pflanzen oder Tiere mit dem Anti-Algenmittel zu treffen. Diese könnten sonst Schaden nehmen. Unter den Wasserpflanzen reagieren vor allem Moose wie Riccardia sp. (Korallenmoos) oder Riccia fluitans (Teichlebermoos) empfindlich auf direkten Kontakt. Nach ein paar Minuten Einwirkzeit wird die Technik wieder in Gang gebracht.

    Diese Behandlung kann man einmal am Tag über 3 bis 4 Tage wiederholen. Meist reicht der Zeitraum der Behandlung, um die Algen nachhaltig zu schädigen. Andernfalls lässt sich die Prozedur wiederholen, aber vorzugsweise nach einer Pause von 2 Tagen, damit sich das Ökosystem im Aquarium etwas erholen kann.

    Algentypen

    Mit der Einnebelmethode lassen sich nahezu alle Algenarten (Rotalgen, Grünalgen, Blaualgen) lokal bekämpfen. Besonders empfohlen wird diese Maßnahme bei Algen, die für Fressfeinde eher unattraktiv sind und sich nur schwer manuell entfernen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Pinselalgen, Bartalgen oder Zweigalgen (Cladophora sp.). Vor allem Rotalgen wie etwa Bart- und Pinselalgen werden nach ein- bis mehrfacher Anwendung weiß bis rosa, was ein deutliches Indiz für ein Absterben der Alge ist. Ist diese Verfärbung erkennbar, kann man die Behandlung einstellen. Grünalgen zeigen eine Reaktion meist viel später. Deutliche Schädigungen sind bei diesen oft erst nach einer Woche zu sehen. In der Regel werden die Algen nun nach und nach von Fressfeinden wie der Amano-Garnele entfernt.

    Easy Carbo

    Laut Hersteller wird eine Dosierung von 1 bis 2 ml Easy Carbo pro 50 Liter Aquarieninhalt empfohlen. Man beachte: Je höher Easy Carbo im Aquarienwasser konzentriert ist, desto mehr findet eine Sauerstoffzehrung im Aquarium statt. Daher bei der Anwendung auf eine gute Durchlüftung des Beckens achten. Als Vorsichtsmaßnahme kann man im Behandlungszeitraum den Sauerstoffeintrag durch eine stärkere Oberflächenbewegung erhöhen, etwa durch den Einsatz eines Sprudelsteines oder die erhöhte Platzierung des Filterauslasses oberhalb der Wasseroberfläche.

    Easy Carbo

    Zunächst wird die benötige Menge des Mittels berechnet. Bei einfacher Dosierung (1 ml Easy Carbo pro 50 Liter Beckeninhalt) teilt man das Bruttovolumen des Aquariums in Litern durch 50. Das ergibt die benötigte Menge von Easy Carbo in Millilitern. Möchte man das Mittel in doppelter Konzentration anwenden (also 2 ml Easy Carbo pro 50 Liter), multipliziert man das Ergebnis mit der Zahl 2.
    Ein Beispiel: Das betroffene Aquarium hat ein Fassungsvermögen von 120 Litern. Also rechnet man für eine einfache Dosierung: 120/50=2,4 ml an benötigtem Easy Carbo. Für eine doppelte Dosierung rechnet man: 120/50*2=4,8 ml.

    Easy Carbo zeigt seine Stärken vor allem gegen Rotalgen. Bei Grünalgenarten ist es nicht ganz so effektiv.

    Wasserstoffperoxid

    Hierbei empfehlen wir die 3%ige Söchting Oxydator Lösung. Es sollte unbedingt nur die Lösung mit einem Gehalt an Wasserstoffperoxid (H2O2) von 3 Prozent verwendet werden. Andere Konzentrationen führen sonst zu Fehlern in der Berechnung und zu einer Überdosierung, die sich schädlich auswirken kann. Wasserstoffperoxid wirkt besonders gut gegen Grünalgenarten und Blaualgen (Cyanobakterien). Da es außerdem im Wasser absinkt, ergeben sich Vorteile beim Arbeiten in Bodennähe und Nachteile in größerer Höhe.

    Söchting Oxydator Lösung

    Auch hier wird zunächst die Menge der nötigen 3%igen Lösung für das betroffene Aquarium errechnet. Dazu teilt man das Aquarienvolumen durch 30 und multipliziert das Zwischenergebnis mit 5. Das Endergebnis ist die zu gebrauchende Menge des Mittels in Millilitern (ml) für eine einmalige Anwendung. Als Rechen-Beispiel nehmen wir wieder das Becken mit 120 Litern Inhalt: 120/30*5=20 ml. Der Faktor 5 in der Formel gibt übrigens die Konzentration an Wasserstoffperoxid im Aquarienwasser in ppm beziehungsweise mg/l an.

    Unmittelbar nach dem Bespritzen bilden sich an den behandelten Stellen übrigens viele kleine Luftblasen. Das ist reiner Sauerstoff und nicht gefährlich.

    Kombination

    Wer über beide Mittel verfügt, kann Wasserstoffperoxid und Easy Carbo auch kombiniert in einer Anwendung benutzen. Natürlich sollte man die beiden Flüssigkeiten nicht vermischen, sondern leicht zeitlich versetzt an einem Tag anwenden. Der Vorteil bei der gemeinsamen Verwendung ist der, dass der sauerstoffzehrende Prozess bei Easy Carbo durch die Anreicherung mit Sauerstoff mit Wasserstoffperoxid nahezu ausgeglichen wird. Außerdem wird die Effektivität als Algenbekämpfungsmaßnahme deutlich erhöht.

    Sicherheitshinweise und Disclaimer

    Bitte vor Gebrauch die Sicherheitshinweise des jeweiligen Produktes beachten. Direkten Kontakt zu Haut, Augen sowie Kleidung vermeiden, ebenso den direkten Kontakt mit Tieren oder Wasserpflanzen. Der Einsatz entsprechender Schutzkleidung (Brille, Handschuhe) wird empfohlen. Anwendung auf eigenes Risiko! Wir übernehmen keine Haftung für aufkommende Schäden!