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    Senkung des pH-Wertes im Aquarium

    Optimierung der Wasserwerte

    Viele Zierfische, Garnelen und Wasserpflanzen bevorzugen weiches und saures Wasser mit einem pH-Wert unter 7 und einer niedrigen Karbonat- und Gesamthärte. Oft entspricht unser Leitungswasser nicht diesen Bedingungen und ist eher als mittelhart bis hart einzustufen. Ebenso befindet sich der pH-Wert in der Regel im alkalischen Bereich über 7. Um den Pflanzen und den tierischen Bewohnern eines Aquariums weiches und saures Wasser bieten zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten zur Enthärtung und Senkung des pH-Wertes. Wir stellen Euch hier einige Methoden vor:

    CO2-Einspeisung

    CO2 Zugabe

    In Aquarien mit einem Fokus auf Wasserpflanzen ist die Nutzung einer CO2-Anlage ein Muss, um die Versorgung der Pflanzen mit Kohlenstoff zu gewährleisten.
    Durch die Einspeisung von CO2 (Kohlendioxid) findet als Nebeneffekt eine Senkung des pH-Wertes statt. Ein geringer Anteil (unter ein Prozent) des im Aquarienwasser gelösten CO2 reagiert zu Kohlensäure. Diese Säure reduziert den pH-Wert. Auf welchen exakten Wert der pH sinkt, hängt neben der CO2-Konzentration auch von der Karbonathärte (KH) des Aquarienwassers ab.
    Wie oben beschrieben ist die pH-Senkung in diesem Fall aber nur als Nebeneffekt zu verstehen und sollte weniger gezielt dazu genutzt werden, um den pH-Wert auf ein bestimmtes Maß zu reduzieren. Der Fokus liegt hierbei eindeutig auf der Versorgung der Wasserpflanzen mit Kohlenstoff. Die Zielwerte der CO2-Konzentration liegen bei etwa 20 bis 30 mg/l und sollten mit einem Dauertest überwacht werden. Eine pH-Absenkung durch einen deutlich stärkeren CO2-Eintrag ist nicht zu empfehlen, da viele Tiere höhere CO2-Konzentrationen nicht gut vertragen. Stattdessen sollte man lieber auf andere Maßnahmen setzen, die wir hier ebenfalls vorstellen.

    Soil-Bodengrund

    Soilboden

    Soil-Böden sind aktive Bodengründe, die sich vorrangig bei der Einrichtung von Pflanzenaquarien, aber auch Zuchtbecken für Weichwassergarnelen großer Beliebtheit erfreuen. Durch ihre Kationen-Austauschfähigkeit entziehen sie dem Wasser Härtebildner, reduzieren die Karbonathärte und senken den pH-Wert. Viele Soils pendeln das Wasser dabei auf einen pH-Wert von ca. 6,5 ein, welcher ideal für die meisten Weichwasser liebenden Fische und Garnelen ist. Die Wirkung des Soils lässt allerdings mit der Zeit nach (auch abhängig von der Härte des verwendeten Ausgangswassers), und er sollte dann ausgetauscht werden.

    Verwendung von wasseraufbereitenden Mitteln

    JBL pH Minus

    Mithilfe von wasseraufbereitenden Präparaten lässt sich der pH-Wert auf recht einfache Art und Weise absenken. Hier einige Beispiele:
    Das Produkt pH-Minus von JBL basiert auf natürlichen Säuren. Hierbei sollte vor der Anwendung die Karbonathärte (KH) ermittelt werden, um die Zugabemenge zu bestimmen.
    Seachem Discus Buffer ist ein auf Phosphat basierender Puffer zur pH-Absenkung. Zusätzlich wird das Wasser durch Ausfällung von Calcium und Magnesium enthärtet.

    Natürliche Produkte

    Erlenzapfen

    Auch durch natürliche Produkte wie Torf oder Erlenzapfen kann der pH-Wert gesenkt werden, wenn auch nicht sehr effektiv. Zudem wird durch deren Anwendung das Wasser eine leichte Braunfärbung erhalten. Dies kann erwünscht sein, wenn man zum Beispiel ein Schwarzwasser-Biotop erschaffen möchte. Ist die Verfärbung unerwünscht, empfehlen wir den Einsatz von Seachem Purigen, welches diese wieder enfernt und glasklares, farbloses Wasser schafft.

    Demineralisiertes Wasser

    Aufhärtesalz

    Besonders bei sehr hartem Leitungswasser bietet es sich an, dieses mit weichem Regenwasser oder demineralisiertem Wasser zu verschneiden. Dadurch wird eine geringere Karbonat- und Gesamthärte erreicht. Von Mineralien freies Wasser erhält man zum Beispiel durch den Einsatz einer Umkehrosmose-Anlage oder eines Vollentsalzers. Viele Züchter setzen auch auf den alleinigen Gebrauch von demineralisiertem Wasser ohne das Verschneiden mit Leitungswasser. Durch Aufbereitung mit speziellen Aufhärtesalzen wird das Wasser auf optimale Werte gebracht, und man ist vom Leitungswasser und somit von temporären Schwankungen des Wasserchemismus seitens des Wasserversorgers unabhängig.
    Die Verwendung von demineralisiertem Wasser und Aufhärtesalzen hat allerdings keinen direkten Einfluss auf den pH-Wert. Aber durch eine mit diesen Mitteln erreichte niedrige Karbonathärte lässt sich der pH-Wert wesentlich leichter absenken.