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    Fische richtig füttern

    Ein Ratgeber zum Kauf von Fischfutter für das Aquarium

    Auch Fische in einem Aquarium wollen artgerecht ernährt werden. Jeder kennt das Klischee von der XXL-Flockenfutterdose, welche auf der Abdeckung des Beckens steht und auf die mehrmals täglich zugegriffen wird. Damit sind wir schon beim springenden Punkt. Aquarienfische sollten:

    • artgerecht ernährt werden
    • für ihr Maul passende Nahrung bekommen
    • sparsam gefüttert werden
    • abwechslungsreiches Futter bekommen

    Hält man sich als Aquarienbesitzer an diese vier Grundsätze, werden es einem die tierischen Bewohner durch ein langes und gesundes Leben danken. Auf diese Unterpunkte gehen wir nun noch etwas genauer ein.

    Ernährungstypen

    Was heißt das überhaupt? Um beim Beispiel der einen Flockenfutterdose zu bleiben: Flocken fressen zwar die meisten Fischarten im Aquarium, aber eine artgerechte Ernährung bedeutet, dass die Ernährung an das natürliche Fressverhalten und die Auswahl der Nahrung angepasst wird. Zunächst einmal unterscheidet man hier zwischen verschiedenen Ernährungstypen. Carnivore sind Fleischfresser, Herbivore dagegen Tiere, welche sich hauptsächlich pflanzlich ernähren. Omnivore Arten sind vom Prinzip her Allesfresser. Auf diese Nahrungsgewohnheiten sollte Rücksicht genommen werden.

    Carnivore

    Fleischfressende Fischarten benötigen proteinreiche Kost, welche in Form von Lebendfutter, Frostfutter oder in trockener Form angeboten werden kann. Auch Kadaver, sprich Aas, als Nahrung fällt unter diesen Ernährungstyp. Räuberische Tierarten ernähren sich in der Regel carnivor. Dazu gehören im Aquarium zum Beispiel die meisten Barscharten.

    Barsch

    Copyright by Chris Lukhaup.

    Herbivore

    Bei herbivoren Fischarten besteht die Nahrung zum größten Teil aus pflanzlicher Kost. In der Regel besitzen Tiere dieses Ernährungstyps einen längeren Verdauungstrakt. Viele Welsarten für das Aquarium fressen in erster Linie pflanzliche Nahrung und weiden vor allem die Biofilme auf sämtlichen harten Oberflächen ab. Dieser Aufwuchs besteht aus Mikroorganismen wie Algen, Bakterien und Pilzen.

    Hexenwels

    Getrocknete Laubblätter wie etwa Eichenblätter, aber auch frisches Futter wie überbrühte Pflanzenblätter (zum Beispiel Brennnessel) oder Gemüse (Gurkenscheiben, Zucchini, etc.) werden gerne als Nahrung angenommen. Da vor allem einige Welsarten auf einen erhöhten Zellstoffanteil in ihrer Nahrung angewiesen sind, bieten etliche Hersteller spezielle Futtertabletten an, die einen hohen pflanzlichen Anteil haben und oft sogar auch etwas Holz enthalten, um dem Bedarf an Ballaststoffen nachzukommen.

    Omnivore

    Allesfresser fressen sowohl pflanzliche als auch fleischliche Kost. Sie sind somit recht flexibel in ihrer Nahrungswahl. Auch wir Menschen zählen zum Beispiel zu den omnivoren Lebewesen. Bekannte Aquarienfische, die darunter fallen, sind die meisten lebendgebärenden Arten wie der populäre Guppy. Dennoch kann es in der Ernährung unter den Omnivoren einen bestimmten Schwerpunkt geben, entweder auf der carnivoren oder herbivoren Seite. Allesfressende Fische freuen sich besonders über abwechslungsreiche Kost.

    Guppy

    Copyright by Chris Lukhaup.

    Nahrungsspezialisten

    Unter Nahrungsspezialisten fallen Lebewesen, die nur eine bestimmte Nahrung zu sich nehmen. In Bezug auf die Ernährung benötigen solche Tiere daher besondere Pflege. Typische Kandidaten in der Aquaristik sind zum Beispiel Kugelfisch-Arten, die unbedingt Schnecken als Hauptnahrungsquelle benötigen. Stehen keine Schnecken als Nahrung zur Verfügung, können diese Tiere Probleme mit dem Zahnwachstum bekommen und letzten Endes daran eingehen.

    Zwergkugelfisch

    Artgerechte Fütterung

    Eine artgerechte Fütterung bedeutet nun vor allem, dass auf die jeweiligen Ernährungstypen Rücksicht genommen und dass den Tieren im Aquarium entsprechendes Futter angeboten wird. Hält man im Aquarium Fische und Wirbellose, die unterschiedlichen Ernährungstypen angehören, sollte die Bandbreite der Fütterung dementsprechend angelegt sein und jeder Typ individuell nach seiner Art gefüttert werden.

    Maulgerechte Nahrung

    Dies bedeutet, dass das Futter sowohl an die Größe wie auch an die Form des Fischmaules angepasst sein sollte. Kleine Nano-Fische können große Futterbrocken nicht aufnehmen oder sich an ihnen verschlucken. Hier ist entsprechend kleines Futter in Granulat- oder Staubform angebrachter. Ebenso gibt es kleine Frost- und Lebendfuttersorten wie etwa frischgeschlüpfte Artemianauplien. Auf der anderen Seite sollte größere Tiere auch entsprechendes Futter bekommen. Ein stattlicher Diskusfisch kann zu kleine Futterpartikel wie Staubfutter nicht aufnehmen.

    Dennerle - Nano Gran - 55 g

    Dennerle Nano Gran ist ein spezielles Granulat für kleine Fische.

    Bezüglich der Maulform unterscheidet man bei Fischen grundsätzlich zwischen:

    • einem oberständigen Maul. Hier wird die Nahrung in erster Linie an der Wasseroberfläche aufgenommen. Schwimmende Futtersorten wie Flocken und schwimmfähiges Granulat bieten sich in diesen Fällen an.
    • Kampffisch

      Kampffische haben ein oberständiges Maul. Copyright by Chris Lukhaup.

    • unterständig. Die Nahrungsaufnahme erfolgt am Bodengrund. Für diese Fische eignen sich absinkendes Futter und Nahrung in Tablettenform sehr gut.
    • Panzerwels

      Das Maul von Panzerwelsen ist unterständig.

    • endständiges Maul. Mittige Position, die Tiere fressen meist im Freiwasser. Futter, welches langsam herabsinkt oder durch die Strömung verteilt wird, kommt diesem Ernährungstyp bei Fischen entgegen.
    • Boraras brigittae

      Dieser Zwergbärbling besitzt ein endständiges Maul. Copyright by Chris Lukhaup.

    Sparsame Fütterung

    Fische sollten bei einer Fütterung nur soviel Nahrung bekommen, wie sie in ein paar Minuten auffressen. Liegen gebliebene Reste erhöhen die Wasserbelastung und sollten daher besser entfernt werden. Eine gute Hilfe dabei ist ein Reinigungstrupp von Wirbellosen wie Schnecken und Garnelen fürs Aquarium, welche hervorragende Restevertilger sind. Zudem kann es nicht schaden, in der Woche auch ein bis zwei Fastentage einzuhalten. Im Aquarium steht in der Regel dennoch genügend Nahrung in Form von Kleinstlebewesen und Aufwuchs bereit, von denen sich die Tiere ernähren können.

    Abwechslungsreiche Fütterung

    Abwechslungsreich füttern bedeutet, oft und regelmäßig zwischen verschiedenen Futtersorten und -formen zu variieren. Statt immer nur Flocken zu verfüttern, kann man seinen Tieren auch mal Futtertabletten oder Granulat anbieten. Die besagte XXL-Flockenfutterdose macht hier wenig Sinn, da die große Menge an Futtervorrat dazu verleitet, dass nur einseitig gefüttert wird. Besser wären verschiedene Futtersorten in kleineren Gebinden.
    Wird fast nur Trockenfutter verwendet, freuen sich die Fische ein- bis zweimal wöchentlich über eine Zugabe von Frost- oder Lebendfutter. Auch Pflanzenfresser benötigen ab und zu Proteine und können daher hin und wieder fleischliche Kost bekommen. Und gerade bei Omnivoren, den Allesfressern, darf gerne öfter zwischen pflanzlicher und fleischlicher Kost gewechselt werden.