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    Das Calcium-Magnesium-Verhältnis

    Nährstoffoptimierung im Bereich der Gesamthärte

    Die Elemente Calcium (Ca) und Magnesium (Mg) sowie die anderen Erdalkali-Metalle (zum Beispiel Strontium und Barium) bilden zusammen die Gesamthärte (GH) des Wassers. Dabei macht ein bestimmter Gehalt an Magnesium (4,3556 mg/l Mg) oder Calcium (7,144 mg/l Ca) im Wasser jeweils eine Einheit des Härtegrades der Gesamthärte aus (1 °dGH = ein Grad deutscher Gesamthärte). Die sonstigen Erdalkali-Metalle sind im Wasser normalerweise so gering konzentriert, dass man ihren Beitrag zur Gesamthärte vernachlässigen kann.
    Mit geeigneten Wassertests lassen sich die Konzentrationen von Magnesium und Calcium sowie die Gesamthärte des Wassers bestimmen. Aufgrund der oben genannten Zusammenhänge kann man aber immer einen der drei Werte rechnerisch bestimmen, wenn man die zwei übrigen Werte zur Verfügung hat.
    Dazu ist dieser Rechner hilfreich. Zunächst wählt man im Auswahlfeld, von welchem Element (Magnesium oder Calcium) die Konzentration berechnet werden soll. Dann gibt man in das Feld "Gesamthärte" (GH) den bekannten Wert der Gesamthärte (in °dGH) und in das Feld "Referenzwert" die bekannte Konzentration des anderen Elements (in Milligramm pro Liter) ein. Anschließend klickt man den Button "Berechnen" an. Das Rechnerprogramm bestimmt nun die Konzentration der fehlenden Komponente und errechnet auch das Mengenverhältnis von Calcium zu Magnesium im Wasser.

    Das Verhältnis

    Sowohl Magnesium als auch Calcium sind Nährstoffe für Wasserpflanzen. Magnesium etwa ist ähnlich wie der wichtige Pflanzennährstoff Eisen für die Chlorophyll-Bildung zuständig. Es wird zwar recht wenig von den Aquarienpflanzen verbraucht, sollte aber in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (über 10 mg/l wird empfohlen). In der aquaristischen Praxis haben sich Verhältnisse von Calcium zu Magnesium von etwa 3:1 bis 4:1 als zielführend herausgestellt. Ein recht moderner Ansatz ist sogar ein noch niedrigeres Verhältnis von nur 2:1. Da viele im Wasser gelöste Metall-Ionen um die Nährstoffaufnahme der Wasserpflanzen konkurrieren, wird in den Berechnungen der Verhältnisse der Makronährstoff Kalium (K) hinzugefügt. Hierbei wird empfohlen, dass der Gehalt an Magnesium höher als der von Kalium sein sollte. Somit spricht man hier vom Calcium-Magnesium-Kalium-Verhältnis, welches sich idealerweise im Bereich von 2:1:0,5 bewegt.

    Leitungswasser

    Verwendet man für sein Aquarium Leitungswasser, sollte man bei seinem örtlichen Trinkwasserversorger eine Analyse des Wassers anfordern. Meist stehen diese Informationen auf den Internetseiten der jeweiligen Trinkwasser-Anbieter. Dort sind in der Regel neben der Gesamthärte auch die Konzentrationen für Calcium und Magnesium (in mg/l) angegeben. Mithilfe des Rechners kann man nun das Ca:Mg-Verhältnis seines Leitungswassers bestimmen. Oft ist hier schon etwas Magnesium vorhanden, aber meist ungenügend, so dass das Ca:Mg-Verhältnis größer als 4:1 ist. Die Konzentration von Magnesium im Wasser kann man recht einfach per Zugabe von Bittersalz (Magnesiumsulfat) erhöhen.

    Bittersalz

    Wasseraufbereitung

    Sind die Gehalte beider Elemente in Milligramm pro Liter (mg/l) bekannt, kann man nun wie folgt sein Ca:Mg-Verhältnis nach Wunsch einstellen. Zunächst legen wir unser ideales Calcium:Magnesium-Verhältnis (z.B. 3:1). Nun berechnen wir anhand des ermittelten Calcium-Gehaltes die erforderliche Magnesium-Konzentration durch folgenden Formel:
    [Calcium-Gehalt in mg/l] : 3 = [Ziel-Magnesium-Gehalt in mg/l]
    (Hinweis: Bei einem erwünschtem Verhältnis von 4:1 teilt man durch 4 statt durch 3. Bei einem 2:1-Verhältnis teilt man durch 2 statt durch 3.)
    Ist im verwendeten Ausgangswasser bereits etwas Magnesium enthalten, ziehen wir nun diese Menge von unserem Zielwert ab:
    [Ziel-Magnesium-Gehalt in mg/l] - [Ausgangswasser-Magnesium-Gehalt in mg/l] = [Restdifferenz]

    Diese Restdifferenz müssen wir nun durch die Zugabe von Bittersalz erhöhen. Um dies zu errechnen, nehmen wir uns nun einen andereren Nährstoff-Rechner zu Hilfe. Wir wählen die Berechnungsart "Dosierung für bestimmten Nährstoffgehalt berechnen" und tragen oben unter "Volumen" die Literanzahl unseres Aquariums ein. Unter dem Nährstoff Magnesium wählen wir das Produkt Bittersalz aus. Im Feld "Nährstoffgehalt" tragen wir unsere bereits ermittelte Restdifferenz des Magnesiumgehaltes ein. Mit einem Klick auf "Berechnen" ermittelt das Programm nun die zuzuführende Menge an Bittersalz für unser gewünschtes Ca:Mg-Verhältnis.

    Wichtiger Hinweis: Durch die Zugabe von Bittersalz wird auch die Gesamthärte im Aquarium angehoben. Der Rechner zeigt uns ebenfalls an, um wie viel sich die GH erhöht.

    Da Bittersalz gut wasserlöslich ist, kann man das trockene Nährsalz einfach direkt dem Aquarium zuführen. Dazu wird die Portion gleichmäßig über die Wasseroberfläche verteilt.

    Wasserwechsel

    Da Magnesium von den Pflanzen kaum verbraucht wird, reicht es in der Regel, sein Aquarienwasser einmalig auf das gewünschte Ca:Mg-Verhälntis aufzudüngen. Lediglich bei den wöchentlichen Wasserwechseln sollte das Frischwasser mit Magnesium angereichert werden. Die Art der Berechnung ist dabei im Prinzip dieselbe wie oben beschrieben. Nur wird hier bei der Kalkulation mit dem Nährstoff-Rechner nicht das Gesamtvolumen des Aquariums eingetragen, sondern lediglich die Menge des zugeführten Frischwassers.