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    Vorbereitungen für den Final Shot

    Der Weg zum perfekten Foto

    Der sogenannten Final Shot hat sich mittlerweile zu einer richtigen Fotoproduktion zur Abbildung eines Aquarienlayouts entwickelt. Diese Aufnahmen werden in der Regel dazu verwendet, um an internationalen Aquascaping-Wettbewerben teilzunehmen, wie etwa dem IAPLC oder dem AGA Contest. Auf dem Weg zu einem perfekten Foto gibt es verschiedene vorbereitende Maßnahmen, die wir hier genauer vorstellen. Grundlegende Informationen zum Thema Aquarienfotografie haben wir in den Artikeln "Ein Aquarium fotografieren, Teil 1" und "Teil 2" bereits vorgestellt.

    Pflanzenschnitt

    Pflanzen trimmen

    Zum Zeitpunkt des Final Shots sollten die Pflanzen nicht nur vital aussehen, sondern in punkto Wuchs auch möglichst ideale Formationen bilden. Dabei gilt es beim Rückschnitt in den Wochen vor der Fotoproduktion die unterschiedlichen Wuchsgeschwindigkeiten der Pflanzenarten zu beachten. Hilfreich ist dazu der Artikel "Timing beim Pflanzenrückschnitt".

    Wasserwechsel

    Wasserwechsel

    Am Vortag der Produktion sollte ein letzter Wasserwechsel durchgeführt werden. Dieser sorgt nochmal erneut für klareres Wasser und mehr Brillianz. Führt man den Wechsel unmittelbar vor dem Schießen des Fotos durch, können dadurch bedingte Sauerstoffbläschen den optischen Eindruck stören. Das Altwasser kann man in einem Eimer auffangen und für die nun folgenden Schritte aufbewahren und wiederverwenden.

    Technik

    Glass Lily Pipe demontieren

    Am Tage des Final Shots sollte zunächst einmal sämtliche sichtbare Technik entfernt werden. Dazu zählen insbesondere Heizstäbe, Thermometer, CO2-Zubehör und Filterein- und ausläufe. Den Heizer und die Filtertechnik kann man für die Zeit der Fotoproduktion in dem Eimer mit Altwasser installieren. So bleiben die Filterbakterien am Leben, und sie haben ein kleines Auffang-Habitat mit den gleichen Wasserwerten wie das Aquarium.

    Algenfresser herausfangen

    Amano Garnele

    Der mit Heizstab und Filter ausgerüstete Eimer dient auch als temporäre Auffangstation für Tiere, die wir nicht für den Final Shot im Aquarium sehen wollen. Dies können etwa algenfressende Nutztiere sein, wie zum Beispiel Renn- oder Geweihschnecken, Amanogarnelen oder Otocinclus.

    Scheibenreinigung

    Scheibe reinigen

    Wenn alle Technik aus dem Becken entfernt ist, sollte man die Scheiben von innen und außen gründlich reinigen. Gerade an den Stellen, wo mit Saugnäpfen technische Gegenstände installiert waren, sind oft deutliche Abdrücke zu erkennen. Die Außenreinigung funktioniert am besten mit einem handelsüblichen Glasreiniger. Die Scheibeninnenseiten sollte man vor allem von Algenbelägen und Kalkrändern befreien. Dies geht am Besten mit einem Klingenreiniger. Für leichte Algenbeläge sind die Schwämme Magic Cleaner Sponge zu empfehlen. Weitere Tipps dazu findest du in unserem Artikel "Ein Aquarium reinigen".

    Sand

    Gelber Sand

    Wenn dekorative Sandzonen in einem Layout verwendet wurden, sollte man diese vor dem Fotografieren noch einmal von Schmutz befreien. Ebenso wie eventuell falsch platzierte Soilkugeln lassen sich Mulm und Pflanzenreste bequem mit einem dünnen Schlauch absaugen. Wenn die Kante von Sand und Frontscheibe unsauber aussieht, kann man hier den Bodengrund gezielt absaugen, die Scheibe reinigen und neuen Sand nachschütten.
    Zudem lässt sich dieser Zeitpunkt gut nutzen, um gerade im Vordergrundbereich auf der Sandfläche kleine Details einzuarbeiten. Dies können zum Beispiel kleinere Steinsplitter sein.

    Sand Detail

    Zeitpunkt

    Wenn man die Tagesverlauf eines Pflanzenaquariums betrachtet, gibt es verschiedene Phasen. Zu Beginn öffnen sich vor allem die Stängelpflanzen und strecken sich dem Licht entgegen. Am Ende einer Beleuchtungsphase schließen sich diese wieder. Zudem ist vor allem gegen Abend hin das Wasser mit Sauerstoff gesättigt, welches durch die Photosynthese entsteht. Dann perlen die Pflanzen und es steigen sichtbare Glasblasen auf.

    Sichtbare Bläschen

    Dieser Umstand kann aus fotografischer Sicht eher hinderlich sein, da die Bläschen optische Störfaktoren darstellen. Ideal ist daher für eine Final-Shot-Fotoproduktion die Phase am Morgen, etwa ein bis zwei Stunden nach Einschalten der Beleuchtung. Dann sind die Pflanzen voll geöffnet und die Sauerstoffsättigung ist noch nicht erreicht.

    Position der Fische

    Iwagumi mit Boraras

    Die Fische in dem finalen Aquarienlayout stellen ein wichtigen Aspekt dar. Oft werden hierfür Arten bevorzugt, die ein schönes Schwarmverhalten haben. Von dem Aquarium werden unzählige Bilder geschossen, bis man eines gefunden hat, bei dem die Tiere in der optimalen Position sind. In der Regel ist dies die Abbildung eines Schwarms, bei dem jeder einzelne Fisch in die gleiche Richtung schwimmt. Durch die Position und Schwarmrichtung lässt sich in der Bildkomposition eine sehr gezielte Dynamik erreichen. Teilweise werden die Fische durch äußerliche Einflüsse dazu gebracht, eine geschlossene Schwarmformation einzunehmen, etwa durch Wischbewegungen an den Scheiben.

    Umgebung

    Um möglichst vollständig auszuschließen, dass durch Lichteinflüsse Reflexionen oder Spiegelungen am Glas entstehen, gibt es verschiedene Maßnahmen. Der Raum wird so gut es geht abgedunkelt. Helle Flächen werden mit dunklen Stoffen abgedeckt. Der Fotograf trägt ebenfalls möglichst schwarze Kleidung, mitunter sogar dunkle Handschuhe. Um die Frontscheibe des Aquariums wird aus schwarzer Pappe ein breiter Rahmen gebaut.

    Fotorahmen aus schwarzer Pappe

    Wasserbewegung

    Auf etlichen Contest-Bildern sind bewegte Wasseroberflächen mit kräuselnden Wellenbewegungen zu sehen. Dieser Effekt wird durch eine gezielte Anströmung der Oberfläche mit Luft erreicht, etwa durch einen kleinen Ventilator oder Fön, der seitlich oder oberhalb des Aquariums positioniert wird. Um die Bewegungen richtig einzufangen, sollte man ein wenig mit den Kameraeinstellungen experimentieren. Hierzu ist in der Regel eine kürzere Verschlusszeit vonnöten.

    Wasseroberfläche bewegt

    Ein Aquascape mit leichter Wellenform der Wasseroberfläche.