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    Aquascaping - Bodengrundaufbau

    Perfekte Zusammenstellung für den Bodengrund

    In dieser Fotodokumentation stellen wir Euch einmal vor, wie man ein Aquascaping-Layout erschafft. Dabei wird vor allem Schritt für Schritt erklärt, wie der Aufbau eines Bodengrund-Systemes erfolgt.

    1. Schritt: Styroporplatten

    Styropor

    Als unterste Lage werden zugeschnittene Platten aus Styropor im hinteren Teil des Aquariums eingebracht. Das Styropor sollte aus optischen Gründen nicht die Front- und Seitenscheiben berühren. Die Lage aus Styropor hat mehrere Vorteile:

    • Es entsteht mehr Tiefenwirkung, da der hintere Aufbau dadurch leicht erhöht wird. Zudem spart man durch diese Maßnahme etwas an Bodengrundmaterial.
    • Die untere Scheibe des Aquariums wird so vor Kratzern geschützt.
    • Sie sorgt für mehr Stabilität, denn einzelne Partikel des später einzusetzenden Bodengrundes können sich mit der rauen Oberfläche des Styropors besser verankern. Auf der glatten Unterscheibe des Aquariums hingegen würden sie leicht wieder verrutschen.

    Jedoch sollte man darauf achten, die Styroporplatten ausreichend zu beschweren, da diese natürlich den Hang zum Auftrieb haben. Plant man einen Hardscape-Aufbau mit vielen schweren Steinen, stellt dies kein Problem dar. In Layouts mit Fokus auf leichtem Gestein (Lava) oder Wurzeln sollte man die Styroporplatten besser zusätzlich durch Steinmaterial beschweren (etwa flacher Schiefer).

    2. Schritt: Poröses Untergrundmaterial

    Bims

    Als erste Bodengrundschicht wird nun eine Lage aus porösem Untergrundmaterial eingebracht. Je nach Anbieter des Bodengrundsystems bestehen diese Substrate aus unterschiedlichen Materialien, etwa Lavabruch oder Bims. Meist beinhalten diese außerdem noch eingebrachte Nährstoffe oder Zusätze. Beispielhaft genannt seien hier der ADA Power Sand, JBL Volcano Mineral oder Green Base XR von Cal Aqua Labs. Die Porosität der darin enthaltenen Materialien sorgt für eine gute Wasserdurchströmung in den unteren Zonen des Bodengrundes, so dass auch hier ein optimaler Nährstofftransport stattfinden kann. Eine Verdichtung in den tieferen Schichten wird vermieden. Durch die Porosität wird sessilen, nützlichen Bakterien eine große Oberfläche zur Besiedlung angeboten.

    3. Schritt: Zusätze in Pulverform

    Bodengrundzusätze

    Nun werden, je nach Bodengrundsystem und Hersteller, noch verschiedene Zusätze in Pulverform flächig über die Unterschicht des Bodengrundes gestreut. Oft enthalten diese Zusätze noch weitere Nährstoffe, welche als Langzeitdünger im Bodengrund verbleiben. Aber auch bakterielle Präparate werden hier hinzugefügt, um das Wachstum nützlicher Bakterien im Bodengrund zu beschleunigen.
    Hinweis: Um eine eventuelle Staubentwicklung beim späteren Befüllen des Aquariums zu vermeiden, kann man den Aufbau in diesem Zwischenschritt mit einer Sprühflasche leicht befeuchten.

    4. Schritt: Vormodellieren

    Modellieren des Bodengrundes

    Mit einem geeigneten Hilfsmittel (wie etwa Geo-Dreieck oder Sand Flattener) kann man als nächstes den Untergrundaufbau vormodellieren. In unserem Beispiel ist in der Mitte links eine Schlucht geplant, die nun bereits herausgearbeitet wird. Auch einzelne, verrutsche Partikel werden von der Front- und den Seitenscheiben zurückgeschoben.

    5. Schritt: Netzgewebe

    Netzgewebe

    Um den Untergrundaufbau und die nun darüber kommenden Schichten aus Soil zu trennen und Vermischungen zu vermeiden, kann man nun zugeschnittenes Netzgewebe als Substrattrennung einbringen. Die Maschen halten die größeren Lava- oder Bims-Stücke zurück und lassen es dennoch zu, dass Pflanzenwurzeln die Trennschicht durchdringen können, um an die unteren Substratschichten gelangen zu können.

    6. Schritt: Sand- und Soiltrennung

    PET-Folie

    Da in diesem Layout auch Zonen aus dekorativem Sand geplant sind (Vordergrund, Seiten und Gasse), werden diese Bereiche ebenfalls von den anderen verwendeten Substraten getrennt. Dazu wird hier durchsichtige PET-Folie zugeschnitten, geformt und temporär mit Klebestreifen im Aquarium fixiert. Die Klebestreifen können am Ende, wenn der komplette Bodengrund eingearbeitet wurde, wieder entfernt werden.

    7. Schritt: Dekorativer Sand

    Sand

    Nun wird als nächstes der dekorative Sand in den dafür vorgesehen Zonen eingebracht und gleichmäßig verteilt. In der Gasse wird der Sand nach hinten ansteigend aufgeschüttet, um einen besseren Tiefenwirkungs-Effekt zu erhalten.

    8. Schritt: Soil

    Soil

    In den späteren Pflanzenzonen wird nun Soil als oberste Deckschicht eingefügt. Auch hier wird aus Gründen der Tiefenwirkung das Substrat nach hinten ansteigend aufgetragen. An den Übergangsstellen zum Sand in der vorderen Bereichen sollten Sand und Soil möglichst auf der gleichen Höhe sein.

    9. Schritt: Hardscape

    Hardscape

    Nun werden dem Layout Hardscape-Elemente (Steine, Hölzer) hinzugefügt. In diesem Falle werden ausschließlich Seiryu-Steine in verschiedenen Größen verwendet, um eine Felslandschaft mit einer Schlucht nachzubilden. Zusätzlich wird noch mehr Soil nachgeschüttet, um Zwischenräume aufzufüllen und um den Steinaufbau zu stabilisieren.

    10. Schritt: Befeuchten

    Befeuchten

    Als nächstes wird nun der gesamte Aufbau mittels einer Sprühflasche gut befeuchtet. Dies erleichtert das anschließende Bepflanzen des Beckens. Zusätzlich sorgt dies für eine etwas bessere Stabilität beim weiteren Vorgehen. Durch die Nässe haften die Soilkugeln besser aneinander. Somit wird ein Herunterrieseln des Bodengrundes in den nächsten Arbeitsschritten deutlich vermindert.

    11. Schritt: Pflanzen

    Bepflanzen

    Zum Schluss kann das Aquarium nun bepflanzt werden. Zum Vorbereiten und Einpflanzen von Wasserpflanzen empfehlen wir, die entsprechenden Artikel in der Aquascaping Wiki zu lesen. Unser Abschlussfoto zeigt das Layout von Tobias Coring bereits nach einigen Wochen Standzeit.