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    Kahmhaut beseitigen

    Für eine saubere Wasseroberfläche

    Unter einer Kahmhaut versteht man einen sichtbaren Film aus Mikroorganismen, der sich auf der Oberfläche von Flüssigkeiten, aber auch festen Stoffen wie Steinen bildet. Solch ein Biofilm ist häufig auf der Wasseroberfläche von Aquarien zu finden. Diese stellt eine besondere Umgebung dar, denn sie ist eine Grenzschicht zwischen den Lebensräumen Luft und Wasser. Viele Kleinstlebewesen wie Hefen, sauerstoffabhängige Bakterien und Algen nutzen diese Übergangszone, da sie hier besonders gute Lebensbedingungen vorfinden. Zur Kahmhaut-Bildung tragen zum Beispiel auch Staubpartikel aus der Luft bei, welche aufgrund der Oberflächenspannung nicht im Wasser untergehen können. An der Unterseite der Wasseroberfläche hingegen sammeln sich Stoffe an, die leichter als Wasser sind, aber nicht in die Luft entweichen können.

    Viele Aquarianer empfinden eine Kahmhaut als optisch störend, zudem kann sie den Gasaustausch zwischen dem Aquarienwasser und der Umgebungsluft behindern. Teilweise können Gase nicht mehr entweichen, und kleine Blasen bleiben knapp unterhalb der Wasseroberfläche hängen. Eine sehr starke Kahmhaut verringert außerdem den Lichteinfall durch die Aquarienbeleuchtung.

    Minimale Kahmhaut

    Durch Wasserpflanzen produzierte Sauerstoffblasen bleiben durch eine leichte Kahmhaut an der Wasseroberfläche hängen.

    Arten

    Grundsätzlich besteht eine Kahmhaut immer aus verschiedenen Mikroorganismen. Je nachdem welche Bedingungen vorzufinden sind, können aber gewisse Arten dominieren, wie etwa Grünalgen oder bestimmte Bakterien.

    Algen

    Eine hauptsächlich aus Grünalgen bestehende Kahmhaut lässt sich gut an der grünlichen Farbe erkennen. Ist der Gasaustausch gestört, bilden sich an der Oberfläche größere Luftblasen, die aber nicht entweichen können. Auch hier erkennt man gut an den grünen Rändern der Blasen, dass es sich um Algen handelt.

    Algen Kahmhaut

    Algen können eine Kahmhaut bilden.

    Bakterien

    Bakterielle Biofilme auf der Wasseroberfläche haben ein eher weißlich-silbriges Aussehen. Berührt man diese mit dem Finger, zerbricht die Kahmhaut in kleinere Teile. Teilweise handelt es sich um sogenannte Eisenbakterien, die im Wasser gelöstes Eisen oxidieren und daraus Energie gewinnen.

    Bakterielle Kahmhaut

    Eine bakterielle Kahmhaut, die bedingt durch Strömung in kleinere Teile zerbricht.

    Sehr ölig aussehende Beläge fallen auch unter den Begriff "Kahmhaut". Hier schließt sich die Haut sofort wieder, wenn man etwa mit einem Finger eine Öffnung in den Film sticht. Oft besteht die Kahmhaut aus sich an der Wasseroberfläche ansammelnden Proteinen und Fetten, sowie Bakterien, welche diese Stoffe abbauen.

    Ursachen

    Vor allem in stark mit Fischen besetzten Aquarien kann eine zu große organische Belastung die Ursache für eine bakterielle Kahmhaut sein. Stehen im höheren Maße Nährstoffe in Form von organischen Stoffen zur Verfügung, bildet sich eine entsprechend größere Bakterienpopulation und wird dann als Kahmhaut sichtbar. Minderwertiges Futter und Überfütterung reichern das Aquarium mit Proteinen und Fetten an, wodurch vor allem ölige Oberflächenfilme entstehen können. Eine Reduktion der Fütterung oder der Besatzdichte verringert den Eintrag organischer Stoffe und somit die Kahmhautbildung.
    In Pflanzenaquarien können leichte Biofilme aus Eisenbakterien an der Wasseroberfläche entstehen. Hier hilft eventuell die Reduzierung oder ein Wechsel des Eisenvolldüngers. Auch der übermäßige Einsatz von Easy Carbo, zum Beispiel bei einer Behandlung des Aquariums mit einer Easy Carbo-Kur, kann zunehmende Bakterienpopulationen und folglich eine Kahmhaut verursachen.

    Zur Beseitigung der Kahmhaut ist eine Bekämpfung der Ursache wichtig, kann aber nicht immer zu einer direkt sichtbaren Änderung führen. Dazu stellen wir nun im Folgenden einige Methoden vor.

    Gegenmaßnahmen

    Als manuelle Maßnahme hat sich das Entfernen der Kahmhaut mithilfe von Küchenpapier bewährt. Dieses legt man vollflächig auf die Wasseroberfläche, wartet ab, bis es sich mit Wasser vollgesogen hat, und entfernt es dann. Die Biofilme der Kahmhaut können dadurch gut beseitigt werden, nicht so gut aber größere Partikel wie Staub oder winzige Pflanzenreste.

    Oft hilft es auch, die Strömung an der Wasseroberfläche zu erhöhen. Dadurch werden die Biofilme zerrissen und können schlechter zusammenhängende Teppiche bilden. Hierzu kann der Filterauslass etwas höher angebracht werden, oder man weicht auf Lily Pipes aus, die von der Bauart her mehr nach oben gerichtet sind.

    Aquasabi - Filter Ein-/Auslauf Set - Bubble

    Der Aquasabi Bubble Filterauslauf erhöht die Oberflächenbewegung.

    Natürlich gibt es auch Tiere, die sich unter anderem von den Biofilmen auf der Wasseroberfläche ernähren. Dazu zählen zum Beispiel die in Aquarien weit verbreiteten Blasenschnecken (Familie Physidae). Allerdings lässt sich durch einen gezielten Besatz mit Fressfeinden kaum eine spürbare Wirkung auf die Reduzierung der Kahmhaut erreichen.

    Oberflächenabsauger

    Für eine stets saubere und kahmhautfreie Wasseroberfläche sind Skimmer prädestiniert. Bei dem Einsatz eines Außenfilters am Aquarium sind für gängige Schlauchgrößen in 12/16 oder 16/22 mm passende Filtereinläufe mit Oberflächenabzug erhältlich. Um dem Anspruch ästhetischer Aquascapes gerecht zu werden, bieten wir Skimmer aus Glas oder Edelstahl als Grundmaterialien an.

    Aqua Rebell - Skimmer GlassAqua Rebell - Skimmer Stainless Steel - 17 mm

    Aqua Rebell Skimmer aus Glas oder Edelstahl.

    Der Skimmer kann das Wasser sowohl durch den schwimmenden Oberflächenabzug (den Schwimmer) als auch durch den unter Wasser liegenden Filtereinlauf ansaugen. Durch eine Stange oder Schraube sind die Anteile, an welchen Punkten das Wasser eingesaugt werden soll, stufenlos regelbar. Beachtet werden sollte allerdings, dass diese Art der Oberflächenabsaugung eine bestimmte Mindest-Pumpenleistung des Außenfilters benötigt. Dies ist in der Artikelbeschreibung entsprechend vermerkt. Anderenfalls kann es dazu führen, dass aufgrund fehlender Pumpenleistung kein Wasser durch den Schwimmer eingesaugt wird.

    Gerade wenn Skimmer im Dauereinsatz gebraucht werden, sollte man mit einrechnen, dass durch die stetige Oberflächenbewegung CO2 ausgetrieben wird. In einem Pflanzenaquarium sollte daher die Kohlenstoff-Düngung an der CO2-Anlage angepasst werden.

    Wer seine Filtertechnik unangetastet lassen möchte, sollte einen "Stand Alone"-Skimmer in Betracht ziehen. Der Azoo Skim 250 oder Vuppa-I von ADA sind kleine, eigenständige Filter mit Oberflächenabzug.

    ADA - Vuppa-I

    Aufgrund ihrer geringen Größe werden sie in großen Becken als nicht allzu störend empfunden. In Nano-Aquarien lassen sich diese sogar als alleiniger Filter einsetzen. Ein weiterer Vorteil dieser Lösung ist: Mit einer Zeitschaltuhr hat man die Möglichkeit, den Skimmer nur für bestimmte Zeiträume zu aktivieren. Dies vermindert den Effekt der CO2-Austreibung und spart zudem Strom.