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    Spontane Begleitfauna in Aquarien

    Alles über Kleintiere im Aquarium

    Wie schon im Artikel "Tiere an gekauften emersen Wasserpflanzen" erwähnt, können Wassertiere auf verschiedenen Wegen ins Becken gelangen, etwa mit neu erworbenen Unterwasserpflanzen oder Tieren, Dekorationsmaterial und Technik aus anderen Aquarien oder mit Lebendfutter.

    Viele Aquarienbesitzer sind dann sehr besorgt darüber, dass es sich um "Schädlinge" handeln könnte (was keineswegs immer der Fall ist) oder ekeln sich auch einfach vor dem "Ungeziefer". Sie möchten es dann nicht nur identifizieren, sondern auch möglichst schnell wieder loswerden.
    Zwar ist "Natur" der zentrale Gegenstand der Aquaristik, doch selbst in "Naturaquarien" werden viele Lebewesen aus der realen Natur - manchmal auch zu Unrecht - nicht toleriert, oder sie finden in unseren Aquarien sowieso keine dauerhaften Lebensmöglichkeiten.

    Tatsächlich können Aquarien, diese kleinen, künstlichen Wasserbiotope, nie ganz "Natur" sein. In intakten natürlichen Gewässern wimmelt es nur so vor vielfältigem Kleingetier mit unterschiedlichen ökologischen Rollen; eine Unterscheidung in Nützlinge und Schädlinge macht hier keinen Sinn. Verglichen damit sind Aquarien sehr arm an solcher Fauna. Andererseits können Räuber, Parasiten oder Pflanzenfresser zum Problem für die Aquarienpfleglinge werden (siehe Artikel "Schädlinge im Aquarium").

    Doch viele eingeschleppte Tierchen sind eher unproblematisch für das Aquarium. Auch deshalb sollte man sie unterscheiden lernen; überhaupt kann die Beschäftigung mit der Wasser-Kleintierfauna, egal ob "Aquarienschädlinge" oder nicht, interessant und lehrreich sein. Naturliebhaber richten dazu sogar spezielle Tümpelaquarien ein. Viele Arten aus der Aquarien-Begleitfauna fressen lediglich Mikroorganismen und Algen-Aufwuchs, organische Abfälle (darunter Futterreste, verstorbene Aquarienbewohner oder Pflanzenreste) oder filtrieren ihre Nahrung aus dem Wasser. Einige werden gern von Aquarienfischen gefressen und sind daher besonders in fischlosen bzw. Wirbellosenaquarien zu finden.

    In diesem Artikel geben wir eine Übersicht über verschiedenste Wassertiere, die der spontanen Begleitfauna in einem Aquarium zuzuordnen sind. Dabei wird grob in die Kategorien Schnecken, Würmer, Krebstiere und sonstige Lebewesen eingeteilt. Detailliertere Vorstellungen der einzelnen Tiere findet ihr in den entsprechenden Verlinkungen.

    Schnecken und deren Gelege

    Nicht alle Schnecken und vor allem deren Eigelege werden von dem Aquarianer als solche erkannt. Vor allem der Laich dieser Tiere kann durchaus manchmal etwas skurril aussehen. Auch wenn es durchaus einige Arten gibt, die zum Beispiel an Wasserpflanzen gehen, sind in der Regel die meisten Aquarienschnecken nicht als Schädlinge anzusehen. Ganz im Gegenteil, sie sind sogar eine biologische Unterstützung für das Ökosystem im Aquarium und helfen dabei, es zu stabilisieren und den Schadstoffabbau voran zu bringen. Dennoch stellen sie für einige Aquarienbesitzer eine optisch störende Komponente dar und sind daher unerwünscht. Ist genügend Nahrung vorhanden, kann es sogar durchaus zu einer massenhaften Vermehrung kommen, man spricht dann von einer Schneckenplage.
    Im Folgenden gehen wir nun auf verschiedene Schneckenarten ein, die typischerweise mit dem Einbringen von Wasserpflanzen, Bodengrund oder Dekoration ins Aquarium eingeschleppt werden können.

    Mützenschnecken

    Mützenschnecke

    Diese Schnecken werden oft kaum als solche wahrgenommen. In der Tat erinnert ihr Aussehen eher an eine Muschel, da sie kein typisches geschwungenes Gehäuse besitzen. Mützenschnecken (Ferrissia fragilis) bleiben mit 3 mm relativ klein, ernähren sich von Aufwuchs und Biofilmen und sind für Aquarieninsassen ungefährlich. Ihr Laich ist mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Nähere Informationen über Mützenschnecken findest du in unserem Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Schnecken" aus der Aquascaping Wiki.

    Blasenschnecken

    Blasenschnecke

    Copright: Chris Lukhaup.

    Blasenschnecken der Gattung Physa sind wohl die am häufigsten in Aquarien vorkommenden Schnecken und werden oft durch den Kauf von submersen Wasserpflanzen eingeschleppt. Sie werden in der Regel nur knapp über einen Zentimeter groß und bleiben oft sogar deutlich kleiner. Blasenschnecken besitzen ein links gewundenes Gehäuse, welches spitz oder stumpf zuläuft. Der Körper hat eine eher graue Färbung, während das Schneckenhaus durchschimmernd ist und braun bis leicht gelb-gold anmutet. Blasenschnecken sind zwittrig und können sich unter guten Bedingungen sehr stark vermehren. Deren Laichballen ist oft geschwungen und durchsichtig. Einzelne Eier sind gut zu erkennen. Blasenschnecken stellen ansonsten aber keine Gefahr dar, weder für den Tierbesatz noch für die Wasserpflanzen in einem Aquarium. Wenn Du mehr über sie erfahren möchtest, empfehlen wir dir unseren Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Schnecken" in unserer Aquascaping Wiki.

    Posthornschnecken

    Posthornschnecke

    Copright: Chris Lukhaup.

    Posthornschnecken (von Aquarianern gerne mit PHS abgekürzt) aus der Gattung Planorbella sind in der Aquaristik beliebt, vor allem aufgrund ihrer tollen Farbvielfalt. Es gibt neben braunen Posthornschnecken blaue, rosafarbene oder rote Varianten. Daher werden sie gerne bewusst als Besatz für ein Aquarium gekauft, können aber auch über neu erworbene Wasserpflanzen eingeschleppt werden. Die Gehäuse besitzen ein hübsche spiralig geschwungene Form, welche an ein Posthorn erinnert und können rund 2 bis 3 Zentimeter groß werden. Die Eigelege der zwittrigen Posthornschnecken sind recht fest, flach und wie ein Uhrglas geformt. Sie stellen im Aquarium keine Gefahr dar, können sich aber unter entsprechenden Bedingungen massenhaft vermehren. Mitunter können eventuell Fraßschäden an Triebspitzen zarter Wasserpflanzen entstehen. Dies ist allerdings artenabhängig. Mehr Informationen über diese Schnecken sind im Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Schnecken" zu finden. Tipps und Hilfestellungen bei einer Schneckenplage erhältst du ebenfalls bei uns in der Aquascaping Wiki.

    Malaiische Turmdeckelschnecke

    Malaiische Turmdeckelschnecke

    Copright: Chris Lukhaup.

    Die Malaiische Turmdeckelschnecke Melanoides tuberculatus, in der Szene gerne mit TDS abgekürzt, hat sich in der Aquaristik gut etabliert. Diese Schneckenart lebt im Bodengrund und ernährt sich dort von Mulm und Futterresten. Sie kann bis zu 3 cm lang werden. Die Farbgebung variiert von braun bis creme. Malaiische Turmdeckelschnecken legen keine Eier, sondern sie sind lebendgebärend und vermehren sich durch Jungfernzeugung. An sich sind diese Schnecken sehr nützlich und absolut ungefährlich. Bei guten Bedingungen kann allerdings eine Massenvermehrung stattfinden, so dass eine Schneckenplage auftritt. Weitere Informationen über TDS sind hier zu finden.

    Stachelige Turmdeckelschnecke

    Stachelige Turmdeckelschnecke

    Copright: Chris Lukhaup.

    Mieniplotia scabra, die stachelige Turmdeckelschnecke (stachelige TDS) sieht der in der Aquaristik weit verbreiteten Malaiischen Turmdeckelschnecke recht ähnlich. Merkmale wie ein etwa 2 bis 3 cm langes Gehäuse und eine hellbraune Färbung zeichnen sie aus, vor allem aber ihre stachligen Noppen, welche an jedem Gehäusegang sitzen. Stachelturmdeckelschnecken ernähren sich im Bodengrund von Resten und Mulm, vermehren sich durch Jungfernzeugung und können daher bei entsprechenden Nahrungsangebot in kurzer Zeit eine große Population entwickeln. Nähere Informationen zur stacheligen Turmdeckelschnecke findest du hier.

    Tellerschnecken

    Tellerschnecke

    Tellerschnecken sind winzig klein ( ca. 4 mm), von leicht bräunlicher Farbe und sehen den größeren Posthornschnecken ähnlich. Tatsächlich besteht hier auch eine Verwandtschaft. Die Gehäuse von Tellerschnecken stehen allerdings nicht vom Körper ab, sondern liegen auf ihm wie ein "Teller" (daher wohl die Namensgebung). Diese zwittrigen Schnecken sind keine Schädlinge, ihre Population kann mit einer kontrollierten Fütterung und entsprechenden Nahrungskonkurrenten (Biofilm-Fresser wie andere Schnecken und Garnelen) recht gut in Zaum gehalten werden. Mehr Informationen über diese Aquarienschnecken findest du hier.

    Schlammschnecken

    Schlammschnecke

    Copright: Chris Lukhaup.

    Zu den Schlammschnecken, welche schon mal in ein Aquarium eingeschleppt werden, zählt vor allem die Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis). Typische Merkmale sind ein bauchiges Gehäuse, welches nach hinten deutlich spitz zuläuft, und eine stattliche Gesamtlänge von bis zu 6 cm - die im Aquarium jedoch kaum erreicht wird. Typisches Merkmal sind die dreieckigen Fühler. Schlammschnecken können an Wasserpflanzen gehen und sind in einem Aquascape oder Pflanzenaquarium wahrscheinlich eher ungebetene Gäste. Jedoch werden sie als biologische Bekämpfung und Fressfeinde von Hydra auch zu deren Bekämpfung eingesetzt. Du möchtest mehr erfahren? Hier gibt es eine genauere Vorstellung der Schlammschnecken.

    Neuseeländische Zwergdeckelschnecke

    Potamopyrgus antipodarum

    Urheber des Bildes: Michal Maňas - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY 4.0.

    Potamopyrgus antipodarum, die Neuseeländische Zwergdeckelschnecke, wird recht häufig mit einer Turmdeckelschnecke verwechselt, ist aber mit einer Länge von nur rund 3 mm wirklich winzig klein. Bei genauerem Hinsehen ist ihr Gehäuse auch nicht so schlank wie das einer TDS, sondern etwas gestauchter. Diese Schnecke stellt keine Gefahr im Aquarium dar, aber auch hier kann eine große Bevölkerung entstehen, wenn die Futterbedingungen stimmen. Dann kann eine optische Beeinträchtigung in Form einer Schneckenplage entstehen. Hier ist noch mehr über die neuseeländische Zwergdeckelschnecke zu erfahren.

    "Würmer"

    Unter diesen Sammelbegriff fällt alles, was zu einem typischen Erscheinungsbild eines Wurmes passt: wirbellos, lang, weichhäutig und ohne Beine. Streng biologisch gesehen zählen dazu jedoch verschiedene Tiergruppen. Einige Schädlinge wie Egel oder Planarien fallen unter diesen Sammelbegriff. Es gibt jedoch auch ein Menge anderer Würmer im Aquarium, die harmlos sind. Eine Unterscheidung ist oft auf dem ersten Blick nur schwer möglich.

    In der Folge findest du eine kurze Übersicht über alle möglichen gängigen wurmähnlichen Lebewesen, die im Aquarium auftauchen können.

    Wenigborster

    Wenigborster

    Oligochaet Pristina sp., Wenigborster

    Zu den Wenigborstern (Oligochaeten) gehören zum Beispiel bekannte Arten wie der klassische Regenwurm, aber auch Tubifex oder Enchyträen, welche in der Aquaristik als Lebendfutter wohl bekannt sind. Die wichtigsten Merkmal sind ein segmentierter Körper und die daran befindlichen Borsten. Im Aquarium sind häufiger klein bleibende Wenigborster zu finden (unter 2 cm), die Reste fressen und den Boden lockern. Typisch sind ihre schlangenähnlichen Schwimmbewegungen. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit den Nematoden (Beschreibung siehe unten), welche aber keinen segmentierten Körper haben. Generell sind Wenigborster als ungefährlich einzustufen. Weitere Informationen findest du in dem Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Würmer".

    Nematoden (Fadenwürmer)

    Nematode

    Caenorhabditis elegans zählt zu den Nematoden. Urheber des Bildes: Bob Goldstein - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quellennachweis.

    Nematoden sind weniger häufig in Aquarien zu finden. Ihr Körper ist länglich, leicht zugespitzt und nicht segmentiert. Sie können leicht mit anderen kleinen Würmern wie Wenigborstern verwechselt werden, diese besitzen jedoch einen segmentierten Körperbau. Oft sind Nematoden nur wenige Millimeter lang. Sie halten sich in der Regel im Bodengrund oder im Filter auf. Von den vielen vorkommenden Arten gibt es durchaus einige - im Aquarium eher selten vorkommende - Parasiten, die zum Beispiel den Fischbesatz gefährden können. Der Großteil der Nematoden hingegen ist harmlos, einige Arten wie zum Beispiel Essigälchen sind als Lebendfutter für Zierfische bekannt. Du möchtest mehr erfahren? Hier gibt es noch mehr Informationen zum Thema.

    Egel

    Egel

    Egel sind generell räuberisch oder parasitisch lebende Ringelwürmer. In Aquarien können Arten wie der Schneckenegel oder der Asiatische Egel auftreten, die teilweise gefährlich für die Bewohner wie Fische, Schnecken und Garnelen werden können. Sämtliche Egel sind recht einfach an ihre Vorwärtsbewegung zu erkennen. Diese ist nicht schlängelnd oder gleitend, sondern so wie die einer Spannerraupe. Der Egel "läuft" durch das abwechselnde Vorziehen seiner beiden Körperenden. Egel schwimmen übrigens recht gut. Genauere Informationen über Egel findest du in unseren Artikeln "Schädlinge im Aquarium" und "Egel im Aquarium".

    Planarien

    Planarie

    Planarien zählen zu den räuberischen Plattwürmern, welche auch als Strudelwürmer (Turbellarien) bezeichnet werden. Sie sind an ihrem flachen, bis etwa 2 cm langen Körper zu erkennen und an ihrer gleitenden Fortbewegung. Vor allem für Arten aus der Gattung Dugesia sind das gut zu erkennende Augenpaar und ein Kopf in dreieckiger Form typische Merkmale. Gerade Planarien aus der Ordnung Tricladida können gefährlich für Wirbellose in Aquarien werden. In den Artikeln"Schädlinge im Aquarium" und "Planarien im Aquarium" gehen wir noch genauer auf die Problematik mit diesen ungebetenen Gästen ein.

    Scheibenwürmer / Rhabdocoela

    Rhabdocoela

    Macrostomum sp. Copyright by Tamara Stamm.

    Neben Planarien zählen auch Scheibenwürmer wie die der Ordnung Rhabdocoela zu den Strudelwürmern. Würmer der Gattung Macrostomum sind von weißlicher Farbe ohne abgesetzten Kopf und als harmlos einzustufen. Die Farbe der Art Bothromesostoma personatum ist rötlich. Diese Scheibenwürmer sind zwar räuberisch, aber schon rein von ihrer Größe her für Fische und Garnelen im Aquarium ungefährlich. Sie ernähren sich vor allem von Kleinstorganismen und stellen keine Gefahr für den typischen Besatz eines Aquariums in Form von Fischen, Garnelen und adulte Schnecken dar. Nähere Informationen zu Scheibenwürmern findest du in unserem Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Würmer".

    Hydra / Süßwasserpolypen

    Grüne Hydra

    Hydren, auch Süßwasserpolypen genannt, zählen zu den Nesseltieren. Hydra ist meist grün oder weiß gefärbt und wird bis rund 2 cm lang. Mit einer Fußscheibe befestigt sich das Tier am Untergrund, am Ende des stilartigen Rumpfes sitzen mehrere Fangtentakel. Je nach Art und Größe können Hydren gefährlich für Jungfische und kleinere Garnelen werden, sie werden daher in der Aquaristik als Schädlinge angesehen. Mehr Details zu dem Thema findest du in unseren Beiträgen "Schädlinge im Aquarium" und "Hydren - Süßwasserpolypen".

    Krebstiere

    Der Unterstamm der Krebstiere oder Krebse (Crustacea) umfasst eine unglaubliche Zahl an verschiedenen Arten, die sich an unterschiedlichste Lebensbedingungen im Wasser wie auch an Land angepasst haben. Im Aquarium fallen darunter spontan auftretende Kleintiere wie Wasserflöhe, Bachflohkrebse oder Hüpferlinge, um nur einige zu nennen. Typische Merkmale sind ein segmentierter Körperbau mit teilweise stark ausgeprägten Extremitäten (Mundwerkzeuge, Krebsscheren), Kiemen und zwei Paar Antennen oder Fühlern.

    Copepoden

    Cyclops an Scheibe

    Copepoden, auch als Ruderfußkrebse bekannt, kommen in fast jedem Gewässer vor. In einem Aquarium treten öfter die darunter fallenden Hüpferlinge (Cyclops) auf. Diese winzigen Tierchen (unter 1 mm klein) erkennt man bei genauem Hinschauen an dem breiten, mit zwei Ruderfüßen versehenen Kopf. Ihre Bewegung ist ruckartig. Für sämtliche Aquarieninsassen und Wasserpflanzen sind diese Tiere ungefährlich und werden von Fischen gerne als Nahrung angenommen. Lediglich beim Ausbleiben von Fressfeinden (etwa in einem reinen Garnelen-Aquarium) kann bei entsprechende Nahrungsangebot ein optisches Problem auftauchen. Mehr Informationen zu Hüpferlingen erfährst du in dem Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Krebstiere".

    Muschelkrebse

    Muschelkrebs

    Muschelkrebse sind in der Regel ungefährliche, spontan auftretende Kleintierchen im Aquarium. Meist bleiben sie unter 2 mm klein und besitzen eine rundliche bis ovale Körperform. Ist genügend Futter vorhanden, kann ein optisches Problem entstehen. Einige wenige Muschelkrebs-Arten sind Aasfresser (ernähren sich zum Beispiel von toten Schnecken) oder gar räuberisch. In einem normalen Aquarium sind diese jedoch sehr selten anzutreffen. Mehr Informationen über Muschelkrebse findest du hier.

    Wasserflöhe

    Wasserflöhe

    Wasserflöhe oder Daphnien erkennt man an ihrem rundlichen Körperbau und den beiden verästelten Antennen am Kopfende. Diese dienen auch als Schwimmorgane und sorgen für eine recht ruckartige, unbeholfen wirkende Fortbewegung. Wasserflöhe stellen keine Gefahr für jegliche Aquarieninsassen dar. Ganz im Gegenteil, sind sie doch als Lebendfutter ein fester Bestandteil in der Aquaristik-Szene. Du möchtest mehr über Wasserflöhe erfahren? Unser Artikel "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Krebstiere" hat noch mehr Hinweise für dich.

    Mexikanische Flohkrebse

    Kampfkrebs

    Urheber des Bildes: Scott Bauer [Public domain] via Wikimedia Commons, Hinweise zur Lizenz, Quellennachweis.

    Mexikanische Flohkrebse (Hyalella azteca) sind auch als Kampfkrebse bekannt. Sie bleiben wesentlicher kleiner als ihre europäischen Artgenossen (Gammarus pulex). Diese robuste Flohkrebs-Art wird auch gerne als Zuchtansatz für Lebendfutter verkauft, zum Beispiel für Amphibien oder größere Fische. In einem normalen Aquarium oder Aquascape können diese Tiere zu einem Problem werden, da man sie nicht mehr los wird. Bei entsprechendem Hunger und wachsender Population können auch Wasserpflanzen, Fischbrut und Junggarnelen als Nahrung enden beziehungsweise stellen die sogenannten Kampfkrebse eine enorme Futterkonkurrenz dar. Noch mehr Hintergrundinformationen bietet dir unser Beitrag "Spontane Begleitfauna in Aquarien: Krebstiere".

    Glockentierchen

    Glockentierchen

    Urheber des Bildes: Frank Fox - Eigenes Werk, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, Quellennachweis

    Glockentierchen sind Einzeller, die oft in Kolonien auf festen Oberflächen und hier gerne auf organischem Material leben. Sie gehören zu den Ciliaten, also zu den Wimperntierchen. Häufig siedeln sie auf Pflanzen an, aber sie können auch auf Krebspanzern, Schneckenhäusern oder Garnelen aufsitzen. Selbst auf Fischen wurden Glockentierchen-Kolonien schon beobachtet. Die Kolonien sind sehr filigran, sie haben eine weißlich-transparente Farbe, und man kann mit Hilfe einer guten Lupe sehr kleine weiße Punkte erkennen. Die Einzeltiere bestehen aus einem dünnen Stiel und einem etwas verdickten verkehrt glockenförmigen Körper. Um die oben liegende Mundöffnung liegen Wimpern (Cilien), mit denen Glockentierchen ihre Nahrung einstrudeln. Sie ernähren sich von Bakterien und anderen Einzellern im Wasser. Gefährlich sind Glockentierchen nicht, sie sind aber ein deutlicher Hinweis auf eine hohe Bakterienzahl im Wasser. Gerade in frischen Aquarien, in denen noch kein Nährstoffgleichgewicht hergestellt ist, tauchen Glockentierchen gerne auf. In der Regel verschwinden sie von selbst wieder, wenn sie wenig Nahrung (sprich, Bakterien im Wasser) finden, weil sich das biologische System im Aquarium eingependelt hat.