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Blattläuse im Wabi-Kusa
Natürliche Schädlingsbekämpfung

In einem Vivarium, Wabi-Kusa oder in offenen Aquarien können Wasserpflanzen hervorragend in ihrer emersen Landform gedeihen. Der plötzliche Befall von Schädlingen wie Blattläusen kann da recht ärgerlich sein und große Verluste bei den Pflanzen nach sich ziehen. Wir zeigen Euch hier einige Gegenmaßnahmen, die ohne den Einsatz chemischer Mittel auskommen.

Bekämpfungsmethoden

Tauchbad

Wabi-Kusa

Hat man klassische Wabi-Kusas, sprich mit Faden umwickelte kleine Soilbälle, kann man ein Tauchbad probieren. Dabei wird das Wabi-Kusa in einem entsprechend hohem Gefäß komplett für mehrere Stunden unter Wasser gesetzt. Die Soilkugeln sollten durch die Fäden stabil genug sein, um ein längeres Tauchbad im Wasser zu überstehen. Den Aquarienpflanzen macht es ebenfalls nichts aus, für eine gewisse Zeit untergetaucht zu sein. Die meisten Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse überstehen diese Prozedur allerdings nicht. Sie lassen irgendwann los und treiben dann an der Wasseroberfläche. Sie müssen natürlich erst entfernt werden, bevor man das Wabi-Kusa wieder aus dem Wasserbad holt. Diese Maßnahme kann man bei Bedarf ohne weiteres mehrmals wiederholen.

Brennnessel-Sud

Brennnessel

Bei größeren Wabi-Kusas oder Aufbauten, die ein Wasserbad nicht zulassen, sollte man eine andere biologische Bekämpfungsmethode wählen. Hierzu wird aus ganz gewöhnlichen Brennnesseln ein Sud hergestellt. Dazu legt man etwa 100 g Brennnesseln in 1 Liter Wasser ein, kocht das ganze einige Minuten gut durch und lässt den Sud dann einen Tag lang stehen. Nach 24 Stunden füllt man die Flüssigkeit in eine kleine Sprühflasche um, mit der man die mit den Blattläusen befallenen Pflanzen einnebelt. Der Brennnesselsud bekämpft die Schädlinge und ist für die Pflanzen und den Bodengrund nicht von Nachteil. Die Prozedur sollte man ein paar Mal wiederholen, um aus Eiern neu geschlüpfte Blattläuse entfernen zu können.

Hinweis: In unserem Praxistest hat sich diese Maßnahme leider als nicht besonders effektiv erwiesen. Wir konnten zwar einen leichten Rückgang der Blattläuse beobachten, andere Methoden wie Tauchbäder zeigten sich jedoch als deutlich wirkungsvoller.

Marienkäfer

Marienkäfer

Marienkäfer und vor allem deren Larven sind hervorragende natürliche Fressfeinde der Blattläuse. Eine nicht zu niedrige Temperatur (mindestens 15°) und etwas Sonnenlicht vorausgesetzt, können diese Tiere auch in Innenräumen eingesetzt werden. Im Gartenbedarf können Eier des Marienkäfers als Bekämpfungsmaßnahme käuflich erworben werden. Diese werden in der Regel zusammen mit dem Trägersubtrat auf befallene Stellen platziert. Nach ein paar Tagen schlüpfen die ersten der gefräßigen Larven, die dann nach und nach die Blattläuse vertilgen.
Achtung: Die Pflanzen sollten frei von Ameisen gehalten werden. Diese verteidigen ansonsten die Blattläuse und greifen die Marienkäferlarven an.