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    Grüne Algenbeläge

    Grüne Patina im Aquarium

    Um zunächst grundsätzliche Fragen zum Thema Algen im Aquarium zu beantworten, empfehlen wir, diesen Beitrag zu lesen.

    Wohl in jedem gut beleuchteten Aquarium treten früher oder später grüne, sich flächig ausbreitende Algenbeläge auf, die meistens Scheiben, Dekoration (Wurzelholz, Steine) und Technik mit einer grünen Patina überziehen. Sie können recht unterschiedlich aussehen, sehr fest sitzend bis leicht abwischbar sein, und werden sicherlich durch viele verschiedene, oft mehrzellige Grünalgen-Arten gebildet. Diese Algenbeläge lösen in der Einfahrphase eines neu eingerichteten Aquariums oft die braunen, lockeren Kieselalgenbeläge ab und gelten auch allgemein als ein Zeichen guter Wasserqualität – vor allem für die tierischen Aquarienbewohner.
    Die Aquarianer haben verschiedene Trivialnamen für die „normalen“ Grünalgenbeläge wie etwa „Aufwuchsalgen“ oder „Scheibenalgen“. Auffälligere Formen sind die Punkt- sowie die Staubalgen, die sich aber nicht immer absolut eindeutig von „sonstigen“, nicht näher definierten Grünalgenbelägen abgrenzen lassen. Punktalgen wachsen allerdings zu Beginn deutlich punktueller und nicht so flächig wie andere Algenbeläge. Sie sind immer sehr fest sitzend und schwer zu entfernen. Grüne Staubalgen hingegen sind nur locker an den Oberflächen sitzende Beläge mikroskopisch kleiner Algen, die sich sehr leicht mit den Fingern abwischen oder wegwedeln lassen und dabei grüne „Staubwolken“ im Wasser bilden. Entfernt man Staubalgen, besiedeln sie die Oberflächen innerhalb weniger Stunden oder Tage neu, während "normale" grüne Algenbeläge nach dem Abwischen oder –schaben nicht so rasch wiederkehren.

    Häufige Ursachen

    Grüne Algenbeläge kommen recht häufig in stark beleuchteten Pflanzenaquarien vor. Eine geringe Menge dieser Algentypen in Form einer leichten Patina ist als normal anzusehen und absolut harmlos.

    Grüne Algenbeläge

    Geringer Grünalgenbelag auf den Drachensteinen.

    Einige Aquarianer haben die Erfahrung gemacht, dass hohe Kaliumkonzentrationen oder Stickstoffdüngung über Harnstoff (Urea) den Wuchs von Grünalgenbelägen anscheinend begünstigen. Zur Überprüfung des Kaliumgehaltes sollte ein passender Wassertest angeschafft werden. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass ein regelmäßiger Wasserwechsel durchgeführt wird. Wir empfehlen, wöchentlich mindestens die Hälfte des Aquarienwassers durch Frischwasser zu ersetzen. Somit wird auch verhindert, dass sich bestimmte Stoffe zu stark anreichern können.

    In einem stark bepflanzten Aquarium mit entsprechender Düngung kann unter Umständen eine kaliumärmere Nährstoffversorgung für Besserung sorgen. Hierzu führen wir Dir noch einmal die günstigen Bereiche für die Makronährstoff-Konzentrationen vor Augen:

    • Ein CO2-Gehalt von etwa 20-30 mg/l, messbar durch einen Dauertest samt Testreagenz
    • 10 bis 25 mg/l Nitrat (NO3)
    • 5 bis 10 mg/l Kalium (K)
    • 0,1 bis 1 mg/l Phosphat (PO4)
    • >10 mg/l Magnesium (Mg)

    Um den Kaliumgehalt zu optimieren, kannst Du versuchen, diesen an die untere Grenze von 5 mg/l zu bringen. Dennoch sollten die anderen Makronährstoffe, insbesondere Nitrat, nicht absinken. Dazu empfehlen wir Dir die Nutzung kaliumarmer oder -freier Nitratdünger wie den Aqua Rebell Makro Spezial N oder Advanced GH Boost N.

    Im Falle einer starken Stickstoffdüngung über Urea (Harnstoff) können diese Algenbeläge eventuell durch das Ausweichen auf andere Stickstoffformen (Nitrat) vermindert werden. Hierzu bieten sich unsere Stickstoffdünger wie der Aqua Rebell Advanced GH Boost N oder Makro Basic Nitrat an.

    Grüne Algenbeläge

    Deutlich mit grünen Algenbelägen überwucherte Steine vorne im Bild.

    In der Einfahrphase eines Aquariums tauchen grüne Algenbeläge und andere Grünalgen oft nach etwa zwei bis vier Wochen Standzeit vermehrt auf. Sie verdrängen durch ihr Wachstum die vorher entstandenen, braunen Kieselalgenbeläge. Das Auftauchen von Algen in der Einfahrphase ist ein völlig normaler Vorgang und kein Grund zur Sorge. Mit der Zeit und bei guter Nährstoffversorgung wird sich das Verhältnis von Wasserpflanzen zu Algen verbessern, und letztere werden sich nach und nach zurückziehen. Wichtig ist außerdem der rechtzeitige Besatz mit Algenfressern in der Einfahrphase, sobald es die Wasserwerte zulassen. Ammonium und Nitrit sollten vorher nicht mehr nachweisbar sein.

    Bekämpfungsmaßnahmen

    Durch den ausreichenden Besatz passender Fressfeinde lassen sich grüne Algenbeläge gut kontrollieren. Besonders empfohlen seien hier sogenannte Geweihschnecken (Clithon sp.) oder Rennschnecken (Neritina sp.), welche die Beläge sehr effizient abraspeln.

    Festsitzende Algenbeläge auf den Scheiben kannst Du recht einfach im Rahmen der regelmäßigen Pflegemaßnahmen des Aquariums manuell entfernen. Mit einem Klingenreiniger geht dies sehr einfach von der Hand.

    Leicht abwischbare Algenbeläge, welche die Aquarienscheiben bevölkern, lassen sich gut mit einem passenden Schwamm beseitigen.