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Beim Aquarium Energie sparen

Tipps zur Stromreduzierung

Um ein Aquarium zu betreiben, sind vielerlei technische Komponenten erforderlich, die natürlich Energie in Form von Strom verbrauchen. Dazu zählen vor allem Filtertechnik, Heizstäbe, die Aquarienbeleuchtung und noch weiteres technisches Zubehör. In jedem Bereich gibt es durchaus gewisse Einsparpotentiale, die man geschickt und einfach umsetzen kann. Wir geben dazu einige Tipps.

Aquarien und deren Beleuchtung

Aquarium mit Beleuchtung

Aquarien aller Art werden in der Regel tagsüber mit einer Beleuchtungszeit von 6 bis 12 Stunden mit Licht versehen. Sollte dein Aquarium noch über alte Beleuchtungs-Systeme wie Neonröhren, Metalldampflampen (HQI) oder Kompaktleuchtstoffröhren besitzen, wäre es jetzt an der Zeit, um einen Wechsel auf stromsparende LEDs zu überlegen. Zwar mag eine Neuanschaffung erst einmal Kosten verursachen, aber die Leistung und Lebensdauer moderner LED-Lampen sorgen für eine zeitnahe Amortisierung. Besonders stromsparend sind dabei LEDs mit einer hohen Lumen pro Watt-Ausbeute. Für entsprechende Einspareffekte sollten hierbei mindestens 120 Lumen pro Watt vorliegen. Einige Hersteller wie daytime bieten sogar LED-Beleuchtung mit einem Verhältnis von 180 Lumen pro Watt an.

Die Lampe eines Aquariums leuchtet in der Regel nur tagsüber für einige Stunden, zählt also weniger zum Grundlastverbrauch von Aquarien. Hier bietet sich Einsparpotential an, indem man die Beleuchtungszeit verringert oder auf reine Effekt-Lichtspielereien wie etwa ein Mondlicht verzichtet.
Verfügt man über mehrere Lampenkörper, die sich einzeln steuern lassen oder gar über LED-Controller oder Dimmer, kann auch durch eine Reduzierung der Lichtleistung Strom gespart werden. Die Helligkeit wird dann einfach heruntergedimmt oder man verwendet nur noch wenige Lampenkörper. Selbstverständlich sollte eine Reduzierung der Dauer und auch Intensität der Aquarien-Lampen mit den Bedürfnissen der Bewohner und Wasserpflanzen im Einklang geschehen. Gerade anspruchsvollere Aquarienpflanzen können bei weniger Helligkeit ihre Färbung verändern oder einen Lichtmangel aufzeigen. Vor allem rötliche Pflanzen nehmen mitunter dann eine grüne Farbe an. Einen Lichtmangel stellt man an sehr langen Internodien-Abständen bei Stängelpflanzen fest. Eine dramatische Schädigung der Wasserpflanzen ist hierbei jedoch nicht zu erwarten, dies geschieht eher bei völliger Dunkelheit.

Heizstäbe

Tetra - Reglerheizer

Zierfische aus tropischen Regionen wie Südamerika oder Afrika benötigen oft höhere Gradzahlen als die Raumtemperatur. Oft werden Aquarien mit Temperaturen zwischen 24 und 28 °C beheizt. Dies geschieht im Normalfall durch Regelheizer. Heizstäbe für Aquarien können auf eine bestimmte Wunschtemperatur eingestellt werden und halten das Aquarienwasser auf der eingestellten Gradzahl. Um dies zu erreichen, sind in die Regelheizer Thermostate eingebaut, die die Temperatur im Aquarium messen können und die Heizung nur dann einschalten, wenn die Temperatur unter den Sollwert sinkt.
Regelheizer für Aquarien haben oft recht hohen Wattangaben, die in punkto Energie-Haushalt eher abschrecken könnten. Es sei aber vermerkt, dass solche Heizstäbe nicht dauerhaft laufen (vorausgesetzt, deren Leistung passt zur Aquariengröße und ist nicht unterdimensioniert).

Um Energie für die Aquarien-Heizung zu sparen, ist es eine Überlegung wert, die eingestellte Temperatur um wenige Gradzahlen zu reduzieren. Natürlich sollte dies auf die Bedürfnisse der Aquarienbewohner wie Zierfische und Wirbellose abgestimmt sein. Auch eine gewisse "Nachtabsenkung" kann hierbei ins Spiel gebracht werden. Auch in der Natur kühlt das Wasser nachts ab, insofern wäre es eine Idee, nachts den Heizstab auszuschalten. Dieser kann mitunter mit der gleichen Zeitschaltuhr wie die Aquarien-Beleuchtung gekoppelt werden. Damit es in der Dunkelphase nicht zu sehr abkühlt, sollte man die räumlichen Gegebenheiten und Dämmung mit in die Rechnung mit einbeziehen. Kühlt der Raum, in dem das Aquarium steht, nachts zu sehr aus (zum Beispiel im Winter), wäre eine Nachtabsenkung mitunter nicht angebracht. Es kommt aber hierbei, wie bereits erwähnt, stark auf den Besatz und dessen Robustheit und Flexibilität an.
Erfahrungsgemäß verbrauchen offenen Aquarien deutlich mehr Heizenergie, als solche mit einer geschlossenen Abdeckung, da die Wärme nach oben verpuffen kann. Um ein wenig Strom zu sparen (und im Übrigen auch nachzufüllendes Wasser aufgrund reduzierter Verdunstung), wäre es eine Überlegung, das Aquarium mit einer zum Modell passenden Abdeckung zu betreiben.

Auch die "Dämmung" eines Aquariums kann mitunter Effekte auf den Wärmebedarf haben. Aquarienunterlagen werden oft auch als Thermounterlagen bezeichnet und helfen dabei, den Wärmeverlust durch die Bodenplatte zu verringern. Man könnte das Thema auch weiter vertiefen und und auch die Seitenwände und die Rückwand des Aquariums dämmen, etwa mit Styropor-Platten. Dies hätte jedoch auch optische Verluste zur Folge, das Aquarium sieht dann nicht mehr so attraktiv aus und die Einsicht durch die gedämmten Scheiben ist dann natürlich nicht mehr vorhanden. Wenn es nicht gerade um ein Wohnzimmer-Aquarium geht, sondern eher um Zucht- oder Hälterungsanlagen im "Fischkeller", welche eh meist nur auf Metallgestellen stehen, wäre diese Art der Dämmung vielleicht eine Überlegung wert.

Filtertechnik

Aquarienfilter

Der Filter ist das technische Herzstück eines Aquariums, um das biologische Gleichgewicht in Balance und die Schadstoffbelastung gering zu halten. Es ist daher eher nicht zu empfehlen, den Filter aus spartechnischen Gründen auszuschalten. Wohl aber kann der Aquarianer sich beim Neukauf überlegen, auf einen besonders stromsparenden Filter zu achten. Entscheidend ist hierbei der Stromverbrauch in Watt. Je nach Modell und Hersteller gibt es hier durchaus Unterschiede in der Leistung, die sich dann auf die Stromkosten auswirken. Denn: Der Filter läuft 24 Stunden am Tag, also dauerhaft. Hier können schon geringe Differenzen in der Wattage einen großen Effekt haben. Ein möglichst geringer Verbrauch schont dabei den Geldbeutel des Aquarianers.

Auch sollte der Filter passend zum Besatz und dem Aquarium ausgelegt sein. Sind viele Fische im Aquarium, ist ein großes Filtervolumen von Vorteil, hier ist zum Beispiel der Oase BioMaster zu empfehlen. Für ein Aquascape oder Pflanzen-Aquarium wird dies eher nicht benötigt, hier reicht ein kleines Filtervolumen, wichtiger wäre hier eher ausreichend Strömung für den Nährstofftransport. Hierbei gilt es dann eher auf, den Wert der Umwälzung zu achten. Dieser wird in der Regel in Liter pro Stunde angegeben.

Damit der Filter gut läuft, sollte der Aquarianer auf einen guten Durchfluss achten und den Filter nebst Schläuchen und Verrohrung regelmäßig reinigen. Zwar spart man damit nicht direkt Strom, beugt aber Leistungsverlusten vor.

Aquarium und Photovoltaik

PV Anlage

Überlegt sich der Aquarienbesitzer eine PV-Anlage anzuschaffen, ist dies für den Betrieb eines Aquariums eine sehr stimmige Kombination. Zwar haben Aquarien mit Filtern und Heizstäben eine gewisse Grundlast, aber es entstehen tagsüber dann Peaks durch die Aquarienbeleuchtung. Diese richtet sich oft nach dem Vorbild der Natur und ist oft so per Zeitschaltuhr eingestellt, dass sie sich im Laufe des Tages einschaltet. Viele Aquarianer simulieren hierbei mittels LED-Controller auch oft Tageslichtverläufe mit Dimmphasen in den Morgen- und Abendstunden und einem Höhepunkt während der Mittagszeit. Dies entspricht passenderweise auch der üblichen Leistungskurve einer Photovoltaik-Anlage, vor allem, wenn diese in Südlage ausgerichtet ist. Auf diese Weise lassen sich demnach die Leistungs-Peaks eines Aquariums sehr gut mit einer PV-Anlage abfangen. Der Eigenverbrauch des Solarstroms wird dadurch erhöht und macht sich positiv in der Bilanz einer PV-Anlage bemerkbar.