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CO2 Verteiler

Eine CO2-Flasche an mehrere Aquarien anschließen

Du besitzt mehrere Pflanzenaquarien und möchtest nicht für jedes Becken eine eigene CO2-Anlage installieren? Kein Problem, die Versorgung mehreren Aquarien kann man mit einem Verteiler an nur einer CO2-Flasche ganz einfach umsetzen. Was man dabei beachten muss, erklären wir in diesem Beitrag.

Was ist ein CO2-Verteiler?

Ein CO2-Verteiler wird auch Splitter genannt. Er besteht sozusagen aus einer Gruppe von mehreren Nadelventilen, die über einen einzigen, gemeinsamen Eingang verfügen. Dieser Eingang wird über den Druckminderer mit der CO2-Flasche (Mehrweg oder Einweg) verbunden. Jedes Nadelventil im Splitter lässt sich unabhängig von den anderen regeln und besitzt einen eigenen Ausgang. Über jeden separaten Ausgang wird mittels Schlauch ein CO2-Zugabegerät im jeweiligen Aquarium mit Kohlendioxid versorgt. Mit Hilfe eines CO2-Verteilers lassen sich also mehrere Aquarien mit nur einer CO2-Anlage mit dem wichtigen Pflanzennährstoff in Gasform unterhalten.
CO2-Verteiler gibt es dabei in verschiedenen Ausführungen, meist als 2-fachen, 3-fachen oder 4-fachen Splitter. Auch die individuelle Aufstockung eines bereits bestehenden Verteilers ist mithilfe einer Erweiterung möglich.

ISTA - 3-fach Verteiler - Luft & CO2

Voraussetzungen für den Betrieb eines CO2-Splitters

Will man verschiedene Aquarien mittels eines Verteilers mit Kohlendioxid versorgen, müssen dafür zunächst einmal die örtlichen Gegebenheiten stimmen. Sprich: Die zu versorgenden Aquarien sollten möglichst nah beieinander stehen, denn ausgehend von der CO2-Anlage müssen ja noch entsprechende Schlauchstrecken zu den jeweiligen Standorten verlegt werden. Die Strecken sollten dabei möglichst kurz gehalten werden, um den Druckverlust auf dem Weg so gering wie möglich zu halten. Auch empfiehlt es sich in einem solchen Fall ganz besonders, für längere Strecken möglichst keinen weichen CO2-Silikonschlauch, sondern druckfesten, stabilen Schlauch zu verwenden, um den CO2-Verlust möglichst gering zu halten.

Der CO2-Verteiler ist in der Regel für den Betrieb an einem CO2-System mit gängigen Einweg- und Mehrwegflaschen konzipiert, an denen ein handelsüblicher Druckminderer seine Arbeit verrichtet. Über den Druckminderer lassen sich sowohl der Arbeits- als auch der Flaschendruck frei einstellen. Ein Druckminderer ist notwendig, damit der Splitters richtig versorgt wird und arbeiten kann.

Installation des CO2-Verteilers

Für jegliche Installationsarbeiten muss die CO2-Anlage zunächst deaktiviert werden, indem man die CO2-Flasche fest zudreht beziehungsweise die Anlage ganz von der Gasflasche trennt.

Der CO2-Splitter wird am Ausgang des Druckminderers der CO2-Anlage installiert. Dies kann je nach Ausstattung des Splitters durch direktes Verschrauben am Druckminderer selbst geschehen, oder aber indem man ihn in die Schlauchstrecke einbaut.

Oxyturbo - Druckminderer

Auf unserem Bild ist der Ausgang am Druckminderer noch durch eine Nadelventil in einfacher Ausfertigung blockiert. Dies muss zunächst demontiert werden. Ist das Nadelventil direkt am Druckminderer verschraubt, kannst du die Verbindung mit einem passenden Maulschlüssel öffnen.
Hinweis: Bei manchen Druckminderern sind die Bauteile zusätzlich noch verklebt. In diesem Fall ist eine Demontage leider nicht möglich. Schaue in der Artikelbeschreibung nach, ob das Nadelventil an deinem Druckminderer mit den anderen Komponenten verklebt ist.

Wenn das Nadelventil über Schläuche mit der CO2-Anlage verknüpft werden soll, ist die Demontage wesentlich einfacher, da nur händisch die entsprechenden Verschlüsse aufgeschraubt werden müssen, um die Schlauchverbindung zu lösen. In der Folge gehen wir genauer auf die beiden Montagemöglichkeiten ein.

Direkte Verschraubung am Druckminderer

Hat man das bisherige Nadelventil demontiert, kann man nun den Splitter am Druckminderer befestigen. Die meisten Splitter kann man direkt am Druckminderer verschrauben. Dazu braucht man einen passenden Maulschlüssel. Mitunter ist hier außerdem ein Doppelnippel-Adapter notwendig, wenn dieser nicht im Lieferumfang des Splitters vorhanden ist. Hier musst du auf das passende Gewinde achten. Damit es an dieser Verbindung nicht zu Undichtigkeiten kommt, solltest du beim Verschrauben entsprechendes Dichtband aus dem Sanitärbedarf verwenden und/oder einen passenden Dichtring.

Verteiler  am Druckminderer

Anschließend können nun per CO2-Schlauch alle Zugabegeräte derjenigen Aquarien an einem Nadelventil des Verteilers angeschlossen werden, die deine CO2-Flasche mit Kohlendioxid versorgen soll. In jeder Schlauchverbindung sollte sich aus Sicherheitsgründen ein Rückschlagventil befinden.

Einarbeitung in die Schlauchstrecke (Inline-Verfahren)

Die Montage des Splitters per Schlauchverbindung ist recht einfach, da nicht unbedingt ein Werkzeug dafür notwendig ist. Je nach Modell brauchst du jedoch einen entsprechenden Adapter, der den üblichen 1/8 Zoll-Anschluss des Verteilers in einen Schlauchanschluss umwandelt.

Adapter auf Schlauch

Damit die Sache dann auch richtig dicht ist, solltest du einen entsprechenden Dichtring und/oder Teflon-Dichtband verwenden. Für die Verbindung vom Druckminderer zum Splitter wird ein druckfester, stabiler Schlauch verwendet. Dieser spezielle Schlauch dient auch der Vermeidung von Knicken in der Schlauchstrecke. Die Schlauchverbindung sollte lang genug sein, damit der CO2-Verteiler nicht am Schlauch in der Luft hängt, sondern möglichst auf dem Boden gelegt werden kann. So kommt keine Zuglast auf den Schlauch.

Anschließend werden nun ebenfalls mit CO2-Schlauch alle dafür vorgesehen Zugabegeräte sämtlicher Aquarien an je einem Nadelventil des Verteilers angeschlossen. In jeder Schlauchverbindung sollte sich aus Sicherheitsgründen ein Rückschlagventil befinden.

Inbetriebnahme und Bedienung des CO2-Splitters

Sind alle Komponenten miteinander verbunden, kann die Anlage wieder in Betrieb genommen werden. Alle Nadelventile am Verteiler werden zunächst geschlossen. Dann öffnet man die CO2-Flasche wieder. Nun folgt ein kurzer Dichtigkeitstest: Es sollte kein hörbares Zischen wahrzunehmen sein. Auch das Überprüfen sämtlicher Verbindungen mit Dichtigkeitsspray ist eine sinnvolle Maßnahme.

Dichtigkeitstest

Sind alle Verbindungen dicht, kann man nun die Nadelventile am Splitter öffnen, um die CO2-Versorgung der daran angeschlossenen Aquarien einzustellen. Praktischerweise kann man die CO2-Zufuhr für jedes Aquarium individuell an seinem eigenen Nadelventil einstellen. Die CO2-Menge wird normalerweise mit einer bestimmten Blasenzahl pro Minute oder pro Sekunde angegeben. Bitte bedenke beim Einstellen der CO2-Konzentration, dass sowohl das Zugabegerät (vor allem Diffusoren) wie auch der CO2-Dauertest zeitversetzt über mehrere Stunden auf eine Änderung am Nadelventil reagieren.

Besonderheiten bei der Einstellung des Arbeitsdrucks bei der Verwendung eines CO2-Verteilers

Während man nun mithilfe des Splitters an jedem Nadelventil die CO2-Zufuhr einzeln steuern kann, gilt der am Druckminderer eingestellte Arbeitsdruck für sämtliche Zugabegeräte, die über den Verteiler angesteuert werden. Hier kann es durchaus zu gewissen Divergenzen kommen, zum Beispiel, wenn extrem unterschiedliche Aquariengrößen über den Splitter mit Kohlendioxid versorgt werden. Auch unterschiedliche Zugabegeräte, die einen verschiedenen Arbeitsdruck benötigen, können mitunter für Probleme bei der CO2-Versorgung sorgen. Ist etwa der Arbeitsdruck eher niedrig eingestellt, kann die CO2-Einleitung bei Aquarium Nr. 1 mit einem Flipper als Zugabegerät durchaus funktionieren. Am Aquarium Nr. 2 hingegen funktioniert die CO2-Düngung nicht, da der daran angeschlossene Inline Atomizer einen sehr hohen Arbeitsdruck benötigt. Hier muss also ein Kompromiss gefunden werden.
Wird ein Splitter mit unterschiedlichen CO2-Zugabegeräten betrieben, nimmt man auf denjenigen Diffusor Rücksicht, welcher den höchsten Arbeitsdruck benötigt. Auf diesen Druck sollte dann der Druckminderer eingestellt werden. Zugabegeräte, welche deutlich weniger Druck benötigen, lassen sich dann durch ein deutliches Herunterregeln der Blasenzahl am Nadelventil des Verteilers auf das erforderliche Maß einstellen. Die höchste Erfolgsquote hat man jedoch, wenn an allen Aquarien die gleiche Art von CO2-Einspeisung und zumindest vom Typ her gleiche Zugabegeräte verwendet werden, die einen ähnlichen Anspruch an den Arbeitsdruck besitzen.