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UV-C Klärer im Aquarium

Wasserklärer für die Aquaristik

UV-C-Klärer werden auch UV-C-Entkeimer oder Wasserklärer genannt. Diese technischen Geräte finden ihren Einsatz in der Aquaristik im Süß- und Meerwasser, werden aber auch bei Gartenteichen als nützliches Zubehör verwendet. Was genau ein UV-C-Klärer ist und was er kann, erklären wir in diesem Beitrag.

Funktionsweise des UV-C-Klärers

Ein UV-C-Klärer reinigt und klärt das vorbei strömende Wasser aus dem Aquarium oder Gartenteich durch eine Bestrahlung mit UV-Licht. Zu diesem Zweck befindet sich im Gehäuse der sogenannte UV-C Brenner, welcher aus einer speziellen LED oder Leuchtstofflampe besteht, die UV-C Licht abstrahlt. Licht ist hier vielleicht ein etwas oberflächlicher Begriff, denn UV-C Licht ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Der Begriff bezeichnet eine Strahlung in einem bestimmten Wellenlängenbereich. Generell steht UV für ultraviolette Strahlung, wobei der UV-Bereich im Wellenlängenspektrum noch einmal unterteilt wird in UV-A, UV-B und UV-C-Strahlung. Der UV-C Bereich umfasst dabei die Wellenlängen von 100 bis 280 nm. In diesem Bereich arbeitet auch ein Wasserklärer. Auch wenn diese Entkeimer salopp in der Aquaristik auch gerne nur als UV Klärer bezeichnet werden: gemeint ist damit immer der UV-C Bereich, welcher sich durch eine sehr kurzwellige und energiereiche Strahlung auszeichnet. Diese wirkt desinfizierend, indem sie Mikroorganismen inaktiviert und ihre Vermehrung stoppt. Die Strahlung schädigt die DNA der Einzeller.

JBL - ProCristal UV-C-Klärer

In der Regel besitzt ein UV-C-Klärer dafür zwei Anschlüsse, mit denen das Gerät über passende Schläuche mit einer Pumpe oder einem Außenfilter und dem Aquarium verbunden wird. Die Pumpe oder der Filter sorgt dafür, dass das Wasser aus dem Aquarium durch den UV-C-Entkeimer an der darin verbauten UV-C Lampe vorbeifließen kann. Merke: Dieser Vorgang wirkt effektiver, wenn der Wasserdurchfluss geringer und damit langsamer ist! Bei eher langsamerer Strömung sind die im Wasser enthaltenen Mikroorganismen und einzelligen Algen der Strahlung länger ausgesetzt und können somit besser deaktiviert werden. Wird der UV-C-Klärer daher einfach an den bestehenden Außenfilter angeschlossen, wäre es eine gute Maßnahme, den Durchfluss etwas herunter zu regeln. Zudem sollte der UV-C Wasserklarer im Filterkreislauf nach dem Außenfilter installiert werden, damit das durch die Filtermaterialien gesäuberte Wasser (Zurückhaltung von Dreck und Schwebeteilchen) dann den UV-C-Klärer passieren kann.

Bei welchen Problemen hilft ein UV-C-Klärer?

In erster Linie sorgt ein Wasserklärer durch die UV-C Bestrahlung für sehr sauberes, keimarmes und klares Wasser. Durch das Deaktivieren von potentiell schädlichen Mikroorganismen wird der Keimdruck im Aquarienwasser reduziert und die Wasserqualität verbessert. Dieser Vorgang kann Krankheiten vorbeugen, denn weniger Keime im Wasser bedeuten auch eine geringere Gefahr der Ansteckung oder Ausbreitung von Fischkrankheiten oder Garnelenkrankheiten. UV-C-Klärer können des weiteren als Unterstützung in konkreten Krankheitsfällen wie Ichthyo (Weißpünktchenkrankheit) eingesetzt werden, da sie auch die freien Sporen der Erreger im Wasser abtöten.
Für empfindliche Fische oder Wirbellosenarten, welche einen geringen Keimdruck im Aquarienwasser benötigen ist der Gebrauch eines UV-C-Entkeimers zu empfehlen, ebenso bei der Aufzucht von Jungfischen.

Schwebealgen

Auch dem Algenwuchs im Aquarium wirkt ein UV-C-Klärer vorbeugend entgegen, da einzellige Algen und Algensporen durch die neutralisierende Wirkung der energiereichen Strahlung ebenfalls an der Ausbreitung gehindert werden. In konkreten Fällen von milchigen Trübungen, einer Bakterienblüte oder einem Befall mit grünen Schwebealgen beseitigt ein Entkeimer auf UV-C-Basis die Probleme in recht kurzer Zeit und sehr zuverlässig.

Übrigens: Auf die "guten" Bakterien im Aquarium hat ein UV-C-Entkeimer keine nennenswert negativen Einflüsse. Die Schadstoffe abbauenden Filterbakterien, die am Stickstoffkreislauf im Aquarium beteiligt sind, wie Nitrobacter oder Nitrosomonas sitzen hauptsächlich in Biofilmen gebunden auf sämtlichen Oberflächen in den Aquarien und bewegen sich weniger im freien Wasser. Insofern gibt es in dieser Hinsicht keinerlei Bedenken.

UV-C-Klärer und Pflanzenaquarien

Im Aquascaping und in der Pflanzenaquaristik stehen UV-C-Klärer etwas in Verruf, da sie angeblich die Flüssigdünger im Wasser "zerstören". Das ist so nicht ganz richtig, denn an sich haben diese Wasserklärer keine nennenswerten Einflüsse auf die Nährstoffgehalte im Aquarienwasser. Sie zerstören jedoch durch ihre Bestrahlung die Chelatkomplexe bestimmter Düngerbestandteile. Diese Chelatkomplexe wie zum Beispiel ETDA werden sehr häufig in sogenannten Eisenvolldüngern verwendet, um Spurenelement-Nährstoffe wie Eisen über längere Zeit für die Pflanzen im Wasser zur Verfügung zu halten. Dieser Effekt wird durch den Einsatz eines UV-C-Klärers aufgehoben. Negative Auswirkungen hat dieses Gerät am Aquarium oder Aquascape also nur, wenn man einen auf diese Weise chelatierten Eisenvolldünger zum Beispiel als Wochendünger (oder für einen noch längeren Zeitraum) verwendet. Bei einer Tagesdüngung ist der Effekt eher zu vernachlässigen, hier sollte es keine Probleme geben.

Wann sollte man einen UV-C-Klärer nicht verwenden?

Ein UV-C-Klärer kann aufgrund seiner Funktionsweise in gewissen Situationen unangemessen sein. Wie im oberen Kapitel beschrieben, ist eine Kombination einer Wochendüngung mit einem künstlich chelatierten Eisenvolldünger und einem Wasserklärer kontraproduktiv, da der Entkeimer die Langzeitwirkung des Düngers aufhebt. Abhilfe schafft hier eine Umstellung auf eine Tagesdüngung.

Auch mit einer Medikamentenbehandlung im Aquarium ist der gleichzeitige Betrieb eines UV-C-Entkeimers nicht immer kompatibel. Hier gilt es, den jeweiligen Anweisungen des Herstellers des verwendeten Medikamentes Folge zu leisten.

Bakterienprodukte

Werden dem Aquarium Bakterienpräparate (meist in flüssiger Form) hinzugefügt, kann ein UV-C-Klärer ebenfalls kontraproduktiv wirken. Grundsätzlich kann es nicht schaden, bei der Zugabe eines solchen Bakterienmittels den Wasserklärer für alle Fälle für einige Zeit zu deaktivieren. Wenn es die Gebrauchsanleitung des verwendeten Bakterienzusatzes verlangt, sollte der UV-C Wasserklärer in jedem Fall abgeschaltet werden.

Fazit

Grundsätzlich ist ein Wasserentkeimer auf UV-C Basis ein tolles Hilfsmittel in der Aquaristik, der für sauberes und reines Wasser sorgt. Auch wenn man bei den meisten Aquarien von einem dauerhaften Einsatz eher absieht, so kann es sich doch absolut lohnen, ein solches Gerät für den Fall der Fälle bereit stehen zu haben - so ist man gegen plötzliche Algenaufkommen oder Krankheitsfälle gewappnet.