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    Grüne Staubalgen

    Die Scheibenpest

    Um zunächst grundsätzliche Fragen zum Thema Algen im Aquarium zu beantworten, empfehlen wir, diesen Beitrag zu lesen.

    In Aquarien können unterschiedliche Typen von flächigen grünen Algenbelägen auftreten, die im Aquarienhobby verschiedene Namen wie Punkt-, Scheiben- oder Staubalgen bekommen haben. Doch hinter diesen populären Bezeichnungen stecken keinesfalls einheitliche und exakte Unterscheidungen, zudem können diese Beläge durch viele verschiedene Grünalgen-Arten gebildet sein. Die Aquarianer sprechen von „Staubalgen“ aber meistens dann, wenn der grüne Belag sich sehr leicht mit den Fingern von den Aquarienscheiben abwischen oder auch „wegwedeln“ lässt, wie eine Staubschicht.
    In neuerer Zeit kam bei Nutzern des Wasserpflanzen-Forums flowgrow.de die Bezeichnung "Grüne Scheibenpest“ für eine besonders lästige Staubalgen-Plage auf. Doch dies ist nichts anderes als das, was auch im englischsprachigen Raum „Grüne Staubalgen“ (Green Dust Algae, abgekürzt GDA) genannt wird.
    Nachdem man die sich glitschig anfühlenden, leicht abwischbaren Beläge entfernt hat, besiedeln sie die Oberflächen im Aquarium (oft nur die Scheiben, aber teilweise auch die Wasseroberfläche) sehr schnell neu. Meist geschieht dies innerhalb nur weniger Stunden bis Tage. Es handelt sich offenbar um mikroskopisch kleine, noch nicht näher bestimmte Algen, die sich nur locker an den Oberflächen anlagern und im freien Wasser aktiv schwimmen können.
    Sonstige Grünalgen-Beläge, welche mehr oder weniger stark festsitzen, bevölkern Aquarienscheiben und Dekoration weit weniger schnell. Besonders die klassischen Punktalgen sind wesentlich härter und schwerer zu entfernen als Staubalgen.

    Scheibenpest

    Häufige Ursachen

    Anscheinend wird diese Algenart durch radikale Eingriffe in einem Aquascape oder Pflanzenaquarium hervorgerufen, wie etwa drastische Änderungen des Lichtes, der Technik oder Pflanzenmasse (etwa durch starken Rückschnitt). Einige Aquarianer haben die Erfahrung gemacht, dass sehr große Spitzen in der Stickstoffversorgung durch die Verwendung von Magnesiumnitrat oder Harnstoff (Urea) die Staubalgen-Entwicklung auslösen können. Deswegen ist stets darauf zu achten, dass regelmäßige Wasserwechsel (von mindestens 50% des Aquarieninhaltes) durchgeführt werden. Neben der Frischwasserzufuhr sorgt ein Wasserwechsel auch dafür, dass sich bestimmte Stoffe nicht übermäßig anreichern können.

    Scheibenpest

    Ebenfalls wichtig ist eine dem Bedarf angepasste Versorgung der Aquarienpflanzen mit entsprechenden Nährstoffen. Gerade in den Bereichen Kohlenstoff (durch CO2) und Makronährstoffe (NPK) können Ungleichgewichte in der Nährstoffversorgung Algenwachstum auslösen. Zur Orientierung sind daher im Folgenden noch einmal die günstigen Bereiche der angesprochenen Nährstoffe aufgezählt:

    • Ein CO2-Gehalt von etwa 20-30 mg/l, messbar durch einen Dauertest samt Testreagenz
    • 10 bis 25 mg/l Nitrat (NO3)
    • 5 bis 10 mg/l Kalium (K)
    • 0,1 bis 1 mg/l Phosphat (PO4)
    • >10 mg/l Magnesium (Mg)

    Bekämpfungsmaßnahmen

    Bei Problemen mit Staubalgen solltest Du die Algen ganz simpel aussitzen. Die Algenbeläge solltest Du nicht entfernen, sondern warte mindestens drei bis vier Wochen einfach ab. In der Regel ist dann der Lebenszyklus dieser Algenart beendet und die Beläge werden mit der Zeit löchrig und von Fressfeinden wie diversen Schneckenarten und Fischen mit Saugmaul verspeist.

    Scheibenpest

    Alternativ senkst Du nach Ablauf des Zyklus den Wasserstand im Aquarium so weit wie möglich und entfernst dann die Algen von den Scheiben. Auf keinen Fall sollte in der Wartephase der Belag abgekratzt werden, da sonst die freigesetzten Sporen sich wieder ansiedeln und ein neuer Lebenszyklus beginnt.

    Eine radikalere Notfallmaßnahme wäre eine Komplettbehandlung des Aquariums mit Wasserstoffperoxid. Eine genaue Anleitung dazu ist hier zu finden.