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    Düngung eines Pflanzenaquariums, Teil 2

    Unterschiede in der Pflanzenhälterung

    Mit den vier im Vorgängerartikel vorgestellten Bausteinen geht es nun darum, für sein individuelles Setup an Wasserpflanzen im Aquarium eine ideale Umgebung zu schaffen. Dabei gibt es vor allem in Bezug auf die technische Ausstattung (Beleuchtung, CO2-Anlage) prinzipiell kein Gut oder Schlecht. Eine (zu) starke Beleuchtung macht nicht immer Sinn, und auf der anderen Seite lassen sich selbst mit einfachen technischen Mitteln schöne Pflanzenaquarien gestalten. Es sollte in erster Linie das Verhältnis „Anspruch der Wasserpflanzen“ zur „Stärke der Beleuchtung“ passen. Zwischen diesen beiden Punkten ist ein Gleichgewicht sehr wichtig. Hier sollte eine gute Balance und ein Fundament geschaffen werden, auf denen die anderen Bausteine (Mikro- und Makronährstoffe, Kohlenstoff) aufbauen können.

    Wo fange ich an?

    Zunächst einmal gilt es einzuordnen, wo genau der Anspruch der Aquarienpflanzen, die Du pflegst, denn liegt. Viele renommierte Gärtnereien wie Dennerle oder Tropica markieren ihre Pflanzen deshalb mit einem Ampelsystem und ordnen jede Pflanzenart einer von drei Kategorien zu:

    Wie ordne ich mein Aquarium nun in eine Kategorie ein?

    Lerne Deine Wasserpflanzen näher kennen! Versuche zunächst herauszufinden, um welche Pflanzenarten es sich handelt, möglichst auch mit ihren wissenschaftlichen Bezeichnungen. Auf den Websites der Hersteller oder in unserem Shop kannst Du bequem herausfinden, in welcher Kategorie (grün, gelb oder rot) die Gärtnerei die Pflanzen eingeordnet hat. Gehe möglichst alle Deine Aquarienpflanzen durch und zähle per Strichliste, wie viele Pflanzen pro Kategorie zusammenkommen. Die Kategorie mit der höchsten Anzahl an Wasserpflanzen aus Deinem Aquarium spiegelt nun in etwa den Gesamtbedarf Deiner verwendeten Pflanzen wieder. In diese Kategorie wird Dein Aquarium eingeordnet. Der nächste Schritt ist nun, eine passende Beleuchtung für den Bedarf der Wasserpflanzen zu finden. Die Stärke der Beleuchtung wird bei gängigen Leuchtmitteln durch das Verhältnis von Watt zu Liter angegeben. Bei LEDs nimmt man als Richtwert das Verhältnis von Lumen zu Liter. Hier findest Du nun eine grobe Übersicht für jede Kategorie der Pflanzenansprüche. Wichtig ist wie gesagt, dass Beleuchtung und Bedürfnisse der Wasserpflanzen zueinander passen. Anderenfalls erzeugt man ein instabiles System, welches eher anfällig für Algenwuchs ist.

    • Grüne Kategorie - Schwache Beleuchtung mit 0,2 bis 0,3 Watt/Liter oder 15 bis 25 Lumen/Liter bei LEDs.
    • Gelbe Kategorie - Mittlere Beleuchtung mit ca. 0,4 bis 0,6 Watt/Liter oder 30 bis 45 Lumen/Liter bei LEDs.
    • Rote Kategorie - Starklicht ab 0,7 Watt/Liter oder ab etwa 50 Lumen/Liter bei LEDs.

    Mit diesem Lichtrechner kannst Du spielend leicht überprüfen, in welcher Kategorie sich Deine Aquarienbeleuchtung befindet.

    Weitere Nährstoffe

    Um die Aquarienpflanzen nun rundum zu versorgen, benötigt man des weiteren Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid (CO2) sowie Mikro- und Makro-Nährelemente. Kohlendioxid wird über eine CO2-Anlage zugeführt. Diese ist bei der Hälterung von Pflanzen ab der gelben Kategorie ein absolutes Muss. Die meisten Wasserpflanzen in der grünen Kategorie kommen zwar auch ohne Kohlenstoff-Düngung aus, wachsen aber mit CO2-Zufuhr deutlich vitaler. Wir empfehlen daher selbst bei nur einfachen Pflanzen eine CO2-Düngung, damit die Aquarienpflanzen gesund wachsen können. Die CO2-Konzentration im Wasser sollte unbedingt mit einem Dauertest und Indikatorflüssigkeit überwacht werden.

    Aqua Rebell Flüssigdünger

    Mikro- und Makronährstoffe werden in der Regel per Flüssigdüngung zugeführt. Je nach Anspruch der Pflanzen kannst Du diese wöchentlich oder täglich zuführen und dabei auf fertig abgestimmte Mischungen (Makro Basic NPK oder Estimative Index) bis hin zu Einzelkomponenten zurückgreifen. Wir haben nun für die drei Kategorien eine Übersicht erstellt:

    Pflanzenmasse

    Rotala rotundifolia

    Nach dem Prinzip der vier Bausteine sind Deine Wasserpflanzen nun theoretisch rundum versorgt. Um nun etwas genauer auf die Dosiermengen insbesondere der Flüssigdünger eingehen zu können, ist ein Einschätzung der Biomasse der Pflanzen hilfreich. Wieviel Prozent der Bodenfläche Deines Aquariums sind bepflanzt? Als Anhaltspunkte halten wir Folgendes fest:

    • Eine etwa zu 25 % bepflanzte Bodenfläche entspricht einer geringen Pflanzenmasse
    • Eine ungefähr zu 50 % bepflanzte Bodenfläche entspricht einer mittleren Pflanzenmasse
    • Ab einer zu 75 % bepflanzten Bodenfläche spricht man von viel Pflanzenmasse

    Sind nun alle Punkte geklärt, kannst Du Dir bequem mit diesem Berechnungstool eine Düngerempfehlung für Dein persönliches Aquarium oder Aquascape ermitteln lassen. Diese berechnete Düngerempfehlung dient lediglich als erster Anhaltspunkt. Da sich ein Aquarium stets weiterentwickelt, sollte die Dosiermengen der Dünger auch regelmäßig angepasst werden. Mithilfe von geeigneten Wassertests kannst Du die Nährstoffwerte prima überprüfen. Auch der Gesundheitszustand der Pflanzen zeigt Dir auf, ob es an Nährstoffen fehlt. Hier gibt es eine gut beschriebene Übersicht über die verschiedenen Mangelerscheinungen bei Aquarienpflanzen. Zudem empfehlen wir einen wöchentlichen Wasserwechsel von 50 %, um eine unerwünschte Anreicherung bestimmter Stoffe zu vermeiden.