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    Moose

    Ein Aquarium einfach begrünen

    Für Aquarien geeignete Moose sind eine sehr gute Möglichkeit, einem Aquascaping-Layout und Aquarium einen natürlichen Touch zu verleihen. Zudem sind die meisten Arten einfach zu halten und recht anspruchslos. Wir stellen Euch hier das Thema "Moose" etwas genauer vor.

    Zu roten oder hellgrünen Stängelpflanzen oder Bodendeckern bilden Moose mit ihrer tiefgrünen Farbe einen schönen Kontrast. Sie werden in der Regel in Kombination mit Dekorationsmaterialien wie Steinen oder Wurzeln eingesetzt. Man kann Moose einfach in Lücken im Hardscape einklemmen, sie aufbinden oder mit einem geeigneten Kleber festkleben.

    Kleber auftragenMoos andrückenMoos aufgeklebt

    Auf Schieferplatten aufgebunden oder in einem Pad eingesetzt lassen sich mit Moosen auf sehr einfache Weise grüne Flächen erzeugen. Das Moos übernimmt dann die Funktion eines Bodendeckers. Eine genaue Anleitung zur Handhabung der Pads stellen wir in dem Artikel "Moos befestigen im Aquarium" genauer vor.

    Pad bepflanzenPad zusammenbauenMoos im Keramik Pad

    Auch zur Begrünung einer Aquarienrückwand ist Moos bestens geeignet, da die meisten Arten Haftorgane (Rhizoiden) bilden und mit der Zeit anwachsen. Oft werden Moose auch für die sogenannte Dry-Start-Methode eingesetzt.

    Aber nicht nur aus optischen Gründen sind Moose im Aquarium sehr beliebt, auch im biologischen Sinne haben sie viele Vorteile. So bietet ihr feinfiedriges Dickicht gute Versteckmöglichkeiten für sehr kleine Tiere, wie etwa den Nachwuchs von Fischen oder Garnelen. Aufgrund der großen Oberfläche, die Moose mit ihrer Vielzahl an Blättern und Verzweigungen bilden, werden ideale Besiedlungsplätze in Form von Biofilmen für Mikroorganismen geboten. Diese dienen zum Beispiel den Jungtieren von Garnelen als Nahrungsquelle. Zudem siedeln sich in den Biofilmen nützliche Bakterien an, die im Sinne des Stickstoffkreislaufes Schadstoffe abbauen und somit die Wasserqualität verbessern. Auch als Laichsubstrat wird Moos bei der Zucht von Fischen sehr gerne angenommen.

    Artenübersicht beliebter Moose

    Riccardia sp.

    Riccardia sp.

    Riccardia-Arten gehören zu den Lebermoosen. Es gibt mehrere, aber einander sehr ähnliche Arten im Aquarienhobby. Sie werden von Aquarianern auch Korallenmoos oder Mini-Pellia genannt. Riccardia bildet winzig kleine, filigrane Verzweigungen und kommt daher besonders gut in Nano-Aquarien zur Geltung. Dieses Lebermoos wächst mit der Zeit fest und bildet dann rundliche Polster. Die Wuchsgeschwindigkeit ist eher langsam. Ein an sich einfach zu haltendes Lebermoos, welches aber unter etwas mehr Licht und bei guter CO2- und Nährstoffversorgung deutlich vitaler wächst.

    • Gattung: Riccardia
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: langsam
    • Temperatur-Toleranz: 18 - 28°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Fissidens fontanus

    Fissidens fontanus

    Diese unter dem deutschen Namen Phönix-Moos bekannte Pflanze unterscheidet sich stark von den herkömmlichen Moosarten. Die filigranen Triebe sind sehr klein und federartig geformt. Mit der Zeit bildet Fissidens schöne runde Polster aus, und es kann an Gegenständen festwachsen. Ähnlich wie Riccardia sp. wächst es bei einer besseren Nährstoffversorgung deutlich gesünder und zügiger.

    • Gattung: Fissidens
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: mittel
    • Temperatur-Toleranz: 4 - 26°C
    • Kann emers wachsen: unbekannt

    Flammenmoos

    Taxiphyllum sp.

    Dieses Moos ist durch den aufrechten, leicht spiralförmigen Wuchs einzigartig in seiner Erscheinung. Es ist noch nicht bis zur Art bestimmt worden und wird bisher Taxiphyllum sp. "Flame Moss" genannt. Einzelne Büschel lassen sich sogar als Solitärpflanze einsetzen, da dieses Moos nicht so flächig wächst. Flammenmoos ist ein unkompliziertes Moos und wächst ebenfalls am Untergrund fest. Es besitzt einen schönen, dunkelgrünen Farbton.

    • Gattung: Taxiphyllum
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: langsam
    • Temperatur-Toleranz: 12 - 30°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Christmas-Moos

    Christmas Moos

    Weihnachtsbaummoos hat eine für kriechende Moose sehr typische Wuchsform, mit tannenzweigähnlichen, längeren Wedeln. Es kann sich um Vesicularia montagnei aus dem tropischen Asien, aber auch andere, sehr ähnliche Vesicularia-Arten handeln. Es heftet sich am Untergrund an und wächst dann auch in horizontaler Richtung. Ist genügend Licht vorhanden, bleiben die Wedel schön dicht verzweigt und bilden einen hängenden Wuchs aus.

    • Gattung: Vesicularia
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: langsam
    • Temperatur-Toleranz: 15 - 30°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Javamoos

    Taxiphyllum barbieri

    Das unter dem botanischen Namen Taxiphyllum barbieri bekannte Moos ist sicherlich das bekannteste Aquarienmoos und sehr anspruchslos in seiner Hälterung. Unter guten Bedingungen ist es für ein Moos sogar recht schnellwüchsig und heftet sich gut an Dekorationsgegenständen wie Holz oder Steinen an.

    • Gattung: Taxiphyllum
    • Schwierigkeitsgrad: sehr einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: mittel
    • Temperatur-Toleranz: 12 - 34°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Weeping-Moos

    Vesicularia ferriei 'Weeping Moss'

    Das Trauerweidenmoos ist in Ostasien heimisch und hat den botanischen Namen Vesicularia ferriei. Es besticht durch seinen stark hängenden Wuchs und eignet sich daher besonders zum Begrünen einzelner Wurzelstücke. Es wächst allerdings nicht am Untergrund an und sollte daher in klassischer Weise aufgebunden werden. Als In-Vitro-Pflanze bzw. in der Landform hat das Weeping-Moos eher aufrecht wachsende Triebe. Unter Wasser jedoch entwickelt es die typische hängende Wuchsform.

    Christmas Moos aufbinden

    • Gattung: Vesicularia
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: langsam
    • Temperatur-Toleranz: 15 - 30°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Riccia

    Riccia fluitans

    Riccia fluitans ist eher als klassische Schwimmpflanze bekannt. Für das Aquascaping populär gemacht wurde es durch Takashi Amano, der das Moos aufgebunden als Bodendecker nutzte. Das Teichlebermoos bildet bei einer guten Nährstoffzufuhr viele kleine Luftblasen.

    • Gattung: Riccia
    • Schwierigkeitsgrad: einfach
    • Wuchsgeschwindigkeit: schnell
    • Temperatur-Toleranz: 4 - 30°C
    • Kann emers wachsen: ja

    Pflege

    Sämtliche Moosarten wachsen vergleichsweise langsam. Dies verringert den Pflegeaufwand. Dennoch sollten Polster mit der Zeit ab und an ausgedünnt oder zu stark überwucherte Steine oder Holz wieder befreit werden. Das Ausdünnen sollte man am Besten durch leichtes Abzupfen durchführen, etwa mit einer Pinzette. Der Rückschnitt mit einer Schere ergibt unter Umständen aus gestalterischer Sicht Sinn, verursacht aber oft viele winzig kleine Moos-Partikel, die sich unkontrolliert im Wasser verteilen können. Sie wachsen dann häufig an anderer Stelle weiter, was nicht immer erwünscht ist. Abhilfe schafft hier das Unterbrechen der Strömung beim Rückschnitt und das sofortige Aufsaugen oder Absammeln der Reststücke.

    Obwohl die meisten Moosarten eher anspruchslos sind, steigern passendes Licht, eine CO2-Zufuhr und entsprechende Flüssigdüngung den Wuchs und die Vitalität der Pflanzen.